Heute Abend (19:30 Uhr)  veranstaltet die AG Bildung und Nachhaltigkeit der Lokalen Agenda 21  im Oberen Fletz des Rathauses einen Vortragsabend zum Thema „Fluchtgründe kennen, Fluchtursachen bekämpfen“ mit MISEREOR-Experten aus Berlin . Traditionell sonst immer um den Internationalen Währungstag am 16. Oktober herum und zum Thema „Hunger“, stehen aus aktuellem Anlass die Frage nach den Fluchtursachen sowie die Suche nach Handlungsmöglichkeiten hier, um die Ursachen dort vor Ort anzugehen, im Mittelpunkt. Unbenannt2 Fluchtgründe kennen, Fluchtursachen bekämpfen - Experten informieren News Politik Dr. Henryk Schürmann Fluchtgründe kennen Fluchtursachen bekämpfen Jonas Wipfler MISEREOR | Presse Augsburg

Welche Rolle spielen die Existenzbedingungen vor Ort – Krieg, Ernährungslage, wirtschaftliche Situation, Bildung, Gesundheit? Die Entscheidung, das eigene Land zu verlassen, hat oft mehrere Gründe. Unterschiedliche Faktoren und Akteure spielen eine Rolle. Deshalb ist auch die Antwort, was wir tun können, nicht einfach. Die beiden Referenten zeigen die Unterschiede zwischen Flucht und Migration auf. Sie benennen die Rolle von Akteuren vor Ort, aber auch den Einfluss, den wir, unsere Politik und unser Lebensstil auf die Situationen in wichtigen Herkunftsregionen haben. Eine Augsburger Sicht der Dinge wird der erfahrene Flüchtlingsberater Matthias Schopf-Emrich, Leiter der Abteilung Migrationsdienste des Diakonischen Werks Augsburg und Vorstand von Tür an Tür beisteuern.

Die beiden Referenten kommen direkt vom MISEREOR-Büro in Berlin. Jonas Wipfler, dort Referent für Migration und Flucht, war bis März 2015 in verschiedenen MISEREOR-Projekten in Westafrika tätig. Dr. Henryk Schürmann, dort Referent für entwicklungspolitische Bildung, hat vorher im Internationalen Sekretariat von ai in London gearbeitet und Projekte verschiedener MISEREOR-Projektpartner in Asien betreut.

In der AG Bildung und Nachhaltigkeit der Lokalen Agenda 21 haben sich verschiedene wichtige Akteure der Erwachsenenbildung Augsburgs zusammengeschlossen: die  Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen / KDA der Evang.-Luth. Kirche, attac Augsburg, das Evangelische Forum Annahof, die Kreisgruppe Augsburg des Bund Naturschutzes, die Kath. Arbeitnehmerbewegung Stadtverband Augsburg, die Kath. Erwachsenenbildung Stadt Augsburg, das KUMAS Kompetenzzentrum Umwelt, das Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg und die Werkstatt Solidarische Welt e.V. Mit der seit 2008 bestehenden Reihe „Was tun?!“ präsentieren sie jedes Jahr drei bis vier hochkarätige und gutbesuchte Veranstaltungen zu zentralen Nachhaltigkeitsthemen.

Auf Grund des Themas ist an diesem Abend auch das Forum Eine Welt Augsburg der Lokalen Agenda 21, der Zusammenschluss wichtiger Eine Welt-Akteure, mit dabei, u.a. die Aktion Hoffnung der Diözese Augsburg, der Kath. Deutsche Frauenbund KDFB Augsburg, die Kindernothilfe Arbeitsgruppe Augsburg, das Referat Weltkirche Bistum Augsburg und der Weltladen Augsburg.