Die SPD hat in der neuesten Forsa-Umfrage in der Wählergunst deutlich zugelegt. Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts für RTL und n-tv, die am Samstag veröffentlicht wurde, gewinnt die SPD im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu und kommt auf 15 Prozent der Stimmen. Die Union bleibt unverändert bei 26 Prozent und damit stärkste politische Kraft.

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Die Grünen verlieren dagegen in der Woche ihres Parteitages zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche und liegen nun bei 19 Prozent. Damit rutschen die Grünen erstmals seit der Europawahl im Mai unter die 20-Prozent-Marke. Die AfD kommt unverändert auf 13 Prozent der Stimmen.

Linkspartei und FDP bleiben im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls unverändert: Dabei verharrt die Linkspartei bei 10 Prozent, die FDP kommt auf 9 Prozent der Stimmen. Für eine der sonstigen Parteien würden sich 8 Prozent der Befragten entscheiden. 23 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen. Die Einigung der Großen Koalition über die Einführung einer Grundrente war laut Forsa für 29 Prozent der Bundesbürger das wichtigste Thema dieser Woche.

59 der Bundesbürger trauen keiner Partei zu, „mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden“. Das sind laut Forsa so viel wie noch nie in diesem Jahr. 17 Prozent der Befragten setzen unverändert ihr Vertrauen in die Union, 4 Prozent in die SPD. 10 Prozent vertrauen der politischen Kompetenz der Grünen (minus zwei Prozentpunkte im Vergleich zu den Vorwochen).

Der Kompetenz von allen übrigen Parteien zusammen vertrauen ebenfalls 10 Prozent. „Je mehr Menschen neben dem Klimaschutz auch andere Probleme für ebenso wichtig halten oder sogar noch drängender bewerten, umso stärker verblasst die vom Thema Klimaschutz bewirkte Strahlkraft der Grünen“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL. Wenn aktuell zwar „42 Prozent der Schüler und Studenten, aber nur 5 Prozent der Arbeiter die Grünen wählen würden“, seien die Grünen „noch weit davon entfernt“, eine in „breiten Schichten der Bevölkerung verankerte Volkspartei“ zu sein. „Sie laufen Gefahr, eine Klientel-Partei der oberen Bildungsschichten vornehmlich in den urbanen Metropolen zu bleiben“, so Güllner weiter. Für die Erhebung befragte Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL im Zeitraum vom 11. bis zum 15. November 2019 insgesamt 2.501 Personen.