Forsa: Zwei Drittel befürworten Klimaneutralität bis 2045

Eine breite Mehrheit der Menschen in Deutschland steht laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hinter dem Ziel, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Das zeigt eine Auswertung der Erhebung durch das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtet.

Windräder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Ein Drittel der Befragten hält diesen zentralen Baustein der Klima- und Wirtschaftspolitik für „uneingeschränkt richtig“, weitere 38 Prozent der Befragten halten die Zielmarke 2045 mit „kleinen Einschränkungen“ für richtig. „Nicht richtig“ finden die bis dahin angestrebte Klimaneutralität lediglich 13 Prozent derjenigen, die Forsa im vergangenen Oktober und November befragt hat.

Nur vier Prozent der Befragten davon aus, dass Klimaneutralität bis 2045 tatsächlich erreicht wird. 32 Prozent der Befragten nehmen an, dass Deutschland das Ziel „knapp verfehlen“ werde, 64 Prozent der Befragten gehen hingegen davon aus, dass das Ziel „deutlich verfehlt“ wird.

Getestet wurde auch, ob sich an der Zustimmung zum Ziel etwas ändert, wenn gegenüber den Befragten behauptet wurde, dass Deutschland unabhängig vom Rest der Welt klimaneutral werden wolle. Unter denjenigen Befragten, die vor ihrer Antwort diesen Hinweis vorgelegt bekommen hatten, sprachen sich sogar noch mehr dafür aus, dass das deutsche nationale Ziel „uneingeschränkt richtig“ sei (38 Prozent, also fünf Prozentpunkte mehr als in der Vergleichsgruppe ohne Behauptung). Es fanden allerdings auch etwas mehr Befragte daraufhin das Ziel „nicht richtig“ (16 statt 13 Prozent).

Im Übereinkommen von Paris haben sich im Jahr 2015 Deutschland und 194 weitere Staaten dazu verpflichtet, in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts Klimaneutralität zu erreichen. In dem völkerrechtlichen Vertrag wurde zugleich geregelt, dass der Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau gehalten werden soll und Anstrengungen unternommen werden sollen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Daraus leitete der deutsche Sachverständigenrat für Umweltfragen in einem Gutachten ein Rest-Budget an Treibhausgasemissionen ab, das Deutschland bis zur Erreichung der Klimaneutralität bleibt. Auf dieses Gutachten berief sich 2021 das Bundesverfassungsgericht, als es in seinem Klimabeschluss die noch auf Klimaneutralität bis 2050 ausgerichteten Klimazwischenziele kippte.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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