Franz Anton paddelt zu WM-Bronze, für die Augsburger Männer gab es nichts zu holen

Der Leipziger Franz Anton hat bei den Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften in Deep Creek (USA) am Samstag die Bronzemedaille im Canadier-Einer gewonnen. Knapp dahinter paddelte sein Vereinskollege und Zweierpartner Jan Benzien auf den vierten Rang, Florian Breuer von den Kanu Schwaben wurde 22.. Sebastian Schubert (Hamm) wurde im Rennen der Kajak-Einer Neunter.

2014-08-17-Kanu-Welt-Cup-–-060 Franz Anton paddelt zu WM-Bronze, für die Augsburger Männer gab es nichts zu holen News Sport Alexander Grimm Deutsche Kanu-Verband (DKV) Fabian Dörfler Florian Breuer Franz Anton Jan Benzien Kanu-Slalom | Presse Augsburg
Franz Anton holte sich die Bronze bei der WM. | Foto: Wolfgang Czech

Den Titel im Canadier-Einer sicherten sich, diesmal für die Vereinigten Staaten, der ehemalige französische Kajak-Weltmeister Fabien Lefevre, Silber ging an den Slowenen Benjamin Savsek. „Erstes WM-Finale – erste Medaille“, jubelte Franz Anton im Ziel, „Es gab schon noch ein paar Stellen, an denen ich hätte schneller sein können, ich wusste aber auch dass der Lauf gut war und die anderen auch erst mal runterkommen müssen. Deswegen war ich eigentlich sehr entspannt“, beschrieb der als Zweiter ins Finale gegangene Medaillengewinner das Warten im Auslauf der Strecke. Nur um 0,2 Sekunden verfehlte der EM-Dritte Jan Benzien als Vierter den Sprung aufs Podium, wie schon ein paar Mal in seiner langen Karriere und war dementsprechend enttäuscht: „Ich bin aber froh im Finale gewesen zu sein. Der Lauf war nicht schlecht, aber vielleicht ein bisschen zu sehr auf Sicherheit gefahren, weil die Strecke so schwer war.“ Florian Breuer (Augsburg) war im Halbfinale als 22. ausgeschieden. „Bis Tor 14 lief es echt gut, dann hatte ich einen kleinen Fehler, das hat mich fünf Sekunden gekostet und vielleicht das Finale, da möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aber ich kann ganz zufrieden sein“, sagte der WM-Debütant.

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Die WM war für Fabian Dörfler eine Enttäuschung.| Foto: M. Stenglein

Es dauerte im Adventure Sports Center International von Deep Creek sehr lange, bis das Ergebnis der Herren im Kajak-Einer feststand. Proteste liefen, doch am Ende stand Sebastian Schubert mit einer umstrittenen 50-Sekunden-Zeitstrafe als Neunter in der Ergebnisliste. „Das war kein gutes Rennen, aber ein 50-er war es ganz sicher nicht. Ich wollte schon eine Medaille gewinnen, vor allem wollte ich aber einen guten Lauf fahren, das ist mir nicht geglückt. Finale ist schon OK, aber es hätte schon mehr werden können“, sagte der Weltcup-Gesamtsieger dieser Saison. Die Medaillen teilten sich die drei französischen Starter in dieser Kategorie auf. Weltmeister wurde Boris Neveu, Silber und Bronze gingen an Sebastien Combot und Mathieu Biazizzo. Die beiden Augsburger Grimm und Dörfler waren bereits nach dem Halbfinale aus dem Rennen.

Im Canadier-Einer der Damen siegte Jessica Fox aus Australien vor Mallory Franklin (Großbritannien) und Oriane Rebours (Frankreich). In den Teamwettbewerben am Nachmittag blieben die Deutschen ohne Medaille. Die Canadier-Einer-Mannschaft mit Jan Benzien, Franz Anton und Florian Breuer wurde beim Sieg der Slowaken Sechste. Die Kajak-Herren in der Besetzung Sebastian Schubert, Fabian Dörfler und Alexander Grimm paddelten auf Rang 16, hier gewann das französische Trio.