Freie Wähler Aiwanger sieht Chancen für eine Koalition- „Angeschossene CSU gute Voraussetzung für bessere Politik“

Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender Freie Wähler, heute bei n-tv dazu, welche Konstellationen es für die nächste Regierung in Bayern geben könnte und ob die CSU und die Freien Wähler eine mögliche Kombination wäre.

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Quelle: Freie Wähler

Dazu, ob eine Koalition der Freien Wähler mit der CSU möglich

„Ich bin überzeugt, dass es für eine bürgerliche Koalition Freie Wähler/CSU reichen wird. Die CSU wird nicht ins Endlose abstürzen und wir Freie Wähler sind erfahrungsgemäß in den Wahlen immer ein paar Prozentpunkte besser als in den Umfragen. (…) Freie Wähler und CSU wird eine Mehrheit haben.“

Dazu, was die Freien Wähler Bayern in einer Regierung geben könnten, was das Bundesland bislang nicht hat:

„Gesunden Menschenverstand in der Politik und weniger Größenwahn. Wir sind dafür, die kostenfreien Kitas nach vorne zu bringen, wir sind dagegen, weiterhin Krankenhäuser zu schließen. Wir würden Söders Programme, wie die Kavallerie und sein Weltraumprogramm zurückstutzen.“

Dazu, warum die CSU so abstürzt, obwohl es Bayern so gut geht:

„Weil die CSU viele Fehler gemacht hat, beginnend, dass sie anfangs Merkels Flüchtlingspolitik mitgetragen hat und sich bis heute nicht merklich von Merkel distanziert – das fällt ihnen auf die Füße. Zweitens haben sie in Bayern viele kleine Themen aus dem Auge verloren, die Probleme der Hebammen, die Krankenhausschließungen, der Lehrermangel, die Bauern haben Probleme, die Polizei hat schlechte Uniformen und dergleichen. Das summiert sich und viele früher treue CSU-Wähler sagen, diesmal wähle ich was Anderes (…).“

Dazu, ob Regieren mit einer angeschlagenen CSU im Sorgen bereiten würde:

„Nein im Gegenteil. Ich glaube, dann ist eine CSU erst gefügig genug für eine vernünftige Politik. Wenn sie vom hohen Ross nicht runtermüssen, dann werden sie ihre Wut weiterhin an uns auslassen. Aber wenn sie wirklich angeschossen sind, dann glaube ich ist das eine gute Voraussetzung für Bayern eine bessere Politik zu machen.“