Mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen wurde Melanie Schappin zu ihrer Nominierung als Landratskandidatin der Freien Wähler im Landkreis Augsburg beglückwünscht. In ihrer Bewerbungsrede vor knapp 100 Mitgliedern im Bürgersaal Aystetten erntete sie viel Lob für ihre Themen und klaren Worte.

IMG_3300 Freie Wähler im Landkreis Augsburg nominieren Melanie Schappin als Landratskandidatin Landkreis Augsburg News Newsletter Politik Freie Wähler Augsburg-Land Landrat Melanie Schappin | Presse Augsburg
Die Freien Wähler im Landkreis Augsburg wollen mit Melanie Schappin ins Landratsamt (v.l.): Landtagsabgeordneter Johann Häusler, Kreisvorsitzender Tobias Kunz, Landratskandidatin Melanie Schappin, Kreisvorsitzende Claudia Schuster, Landtagsabgeordneter Dr. Fabian Mehring und Bezirksrat Dr. Markus Brem. | Foto: Franziska Hochmair

Der 39-jährige Mutter von vier Kindern ist es eine besondere Herzensangelegenheit, dass die Gesundheits- und Pflegeversorgung im Landkreis stabilisiert wird: „Hierzu müssen wir die Ärztestandorte in unseren Gemeinden sichern, die Wertachkliniken stärken, zusätzliche Pflegeplätze schaffen und die Fachkräfte in einer eigenen Hebammen- und  einer weiteren Pflegeschule ausbilden.“ Man könne nicht ständig wachsen, ohne dass die Gesundheits- und Pflegeversorgung mitwachse. Im öffentlichen Nahverkehr sieht Schappin ein Attraktivitätsproblem und sieht die Stadt Gersthofen als Vorbild: „Mit einem 365 EUR-Jahresabo und einem besseren Taktverkehr im ganzen Landkreis können wir – wie in Gersthofen – die Zahl der Nutzer und Abonnenten steigern und den Individualverkehr reduzieren und so weit als möglich in Bus bzw. Bahn bringen.“ Wenn alles so bliebe, müsse man sich nicht wundern, wenn jeden Tag der Verkehr um Augsburg zusammenbricht, so Schappin. Das Landratsamt möchte Schappin dezentraler aufstellen: „Warum muss alles zentral in der Stadt Augsburg sein, wo extrem hohe Büromieten gefordert werden und Kapazitätsengpässe herrschen? Ich will dezentrale Servicestellen des Landratsamts im ganzen Landkreis – nah an den Bürgerinnen und Bürgern.“ Auch dem Fachkräftemangel in der Region möchte die Juristin der Bauinnung Augsburg durch Ausbau der beruflichen Bildung, u.a. durch Bau einer FOS/BOS im südlichen Landkreis entgegenwirken.

Kunz: „Landkreis braucht eine Vollzeit-Landrätin“

„Das sind Herausforderungen für den Landkreis, für die es eine Vollzeit-Landrätin ohne Nebenjob als Bezirkstagspräsident braucht“, so Kreisvorsitzender Tobias Kunz mit Wink in Richtung Landrat Martin Sailer, der neben seiner Landratstätigkeit seit November 2018 auch noch Vollzeit Bezirkstagspräsident ist. „Darunter leiden beide Tätigkeiten, weil Interessenkonflikte vorprogrammiert sind – das kann sich der Landkreis Augsburg mit seinen 250.000 Bürgerinnen und Bürgern nicht leisten!“

„Generationenübergreifende Liste mit Persönlichkeiten des ganzen Landkreises“

Neben Schappins Nominierung konnten Kreisvorsitzende Claudia Schuster und Tobias Kunz eine 70-köpfige, „generationenübergreifende Liste mit Persönlichkeiten des ganzen Landkreises“ präsentieren. Mit 30% Frauenanteil, einem Altersdurchschnitt unter 50 Jahren und einer Verteilung aller Kandidaten auf alle Regionen des Landkreises konnte das Vorstandsduo seine hoch gesteckten Ziele erfüllen. „Neben sieben amtierenden Bürgermeistern, zehn Kreisräten, elf neuen Bürgermeisterkandidaten und zahllosen Stadt- und Gemeinderäten haben wir auch engagierte Newcomer dabei – etwa aus den Reihen der Jungen Freien Wähler oder als Quereinsteiger wie Benjamin Früchtl, dem Geschäftsführer des Begegnungslands Lech-Wertach, und Wally Meitinger, der Kreisvorsitzenden des Bunds Deutscher Milchviehhalter“, so Tobias Kunz. Claudia Schuster ergänzt: „Nicht zu vergessen, unser Bezirksrat Dr. Markus Brem und unsere zwei Landtagsabgeordneten Dr. Fabian Mehring und Johann Häusler, die das Kandidatenfeld bereichern und im Land- wie Bezirkstag einflussreiche Funktionen einnehmen.“

„Mit unserer hochkarätigen Liste machen wir den Menschen im Augsburger Land ein bärenstarkes Angebot für die Zukunft unserer Heimat. Unsere Landratskandidatin vereint alle Eigenschaften in sich, die sich die CSU bei ihrem letzten Parteitag zum Ziel gesetzt hat. Sie ist nicht nur kompetent, sondern auch jung, weiblich, steht mit beiden Beinen im Leben und wird Martin Sailer in die Stichwahl zwingen. Dann ist alles offen und die Zeit reif für Augsburgs erste Frau als Landrätin“, steckte Kreistagsfraktionschef Dr. Mehring unter großem Applaus die Ziele seiner Gruppierung ab, die ihm zufolge mindestens 15 Kreistagssitze holen und ihre Rolle als zweitstärkste politische Kraft weiter ausbauen will.