Die Wahlen in Sachsen und Brandenburg brachten die AfD jeweils als weitstärkste Kraft hervor. In beiden Bundesländern kann aber wohl die Partei der bisherigen Ministerpräsidenten weiter die Regierung stellen, wird aber voraussichtlich auf neue Bündnisse angewiesen sein.

Der Zusammenschluss aus den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen und den Freien Wählern kommt bei der Landtagswahl in Brandenburg knapp über die 5-Prozent-Hürde und zieht in den Landtag ein. Das ergab das vorläufige Endergebnis, das der Landeswahlleiter am Sonntagabend auf seiner Internetseite veröffentlichte. Demnach erreicht die Wählergemeinschaft 5,05 Prozent, 628 Stimmen gaben den Ausschlag.

freie-waehler-ziehen-wieder-in-brandenburger-landtag-ein Vorläufiges Endergebnisse: AfD in Sachsen und Brandenburg zweitstärkste Kraft - CDU und SPD weiter vorne Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen Videos 1 2019 4 AfD Brandenburg BVB CDU Endergebnis FDP Freie Wähler Grüne Internetseite Landtag Landtagswahl Linke ÖDP Piraten Sachsen SPD Stimmen V-Partei Weil | Presse AugsburgLandtag Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur

Durch den Einzug mehren sich die Optionen für eine Regierungsbildung durch die SPD. Auch nach der Landtagswahl vor fünf Jahren hatten die Freien Wähler drei Sitze im Parlament bekommen, obwohl sie landesweit nur auf 2,7 Prozent gekommen waren. Die Sperrklausel war damals nicht zur Anwendung gekommen, weil im Wahlkreis Teltow-Fläming III mit Christoph Schulze der bisherige SPD-Abgeordnete für diesen Wahlkreis zu BVB und Freien Wählern übergelaufen war und das Direktmandat erneut gewonnen hatte.

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl 2019 in Brandenburg lautet wie folgt: SPD 26,2 Prozent, CDU 15,6 Prozent, Linke 10,7 Prozent, AfD 23,5 Prozent, Grüne 10,8 Prozent, BVB/Freie Wähler 5,0 Prozent, FDP 4,1 Prozent, Tierschutzspartei 2,6 Prozent, Piraten 0,7 Prozent, ÖDP 0,6 Prozent, V-Partei 0,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,3 Prozent.