Freistaat fördert Ausbau der Kreisstraße zwischen Bolsterlang und Obermaiselstein

Bis zu 1.500 Fahrzeuge fahren jeden Tag über die Kreisstraße OA 5 zwischen Bolsterlang und dem Anschluss an die Kreisstraße OA 9 bei Obermaiselstein. Zuviel für die nur fünf Meter breite Straße, auf der es insbesondere dann zu Problemen kommt, wenn sich zwei Lastwägen oder Busse begegnen. Auch der bauliche Zustand hat sich zuletzt immer weiter verschlechtert. Der Landkreis Oberallgäu hat daher entschieden, diese wichtige Verbindungsstraße auszubauen. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer stellte nun eine staatliche Förderung in Höhe von gut 2,8 Millionen Euro für die im vergangenen August begonnene Baumaßnahme in Aussicht.

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Symbol-Bild von Manfred Richter auf Pixabay

„Gerade auch im ländlichen Raum brauchen die Menschen eine zeitgemäße und leistungsfähige Infrastruktur. Ich freue mich, dass wir den Landkreis Oberallgäu dabei unterstützten können, mit dem Ausbau der Kreisstraße OA 5 ein solches Angebot für die Bürgerinnen und Bürger anbieten zu können“, so die Ministerin.

Die Kreisstraße hat große Bedeutung für den örtlichen wie überörtlichen Verkehr zwischen Sonthofen, Ofterschwang, Bolsterlang, Obermaiselstein und Oberstdorf. Durch ihren Anschluss an die Bundesstraße B 19 ist sie eine wichtige Zubringerstraße zum überörtlichen Verkehrsnetz und dient bei viel Verkehr auf der Bundesstraße auch als Ausweichroute. Aufgrund ihres geringen Straßenquerschnitts entspricht sie in ihrem derzeitigen Zustand jedoch nicht mehr den Anforderungen des gestiegenen Verkehrsaufkommens. Insbesondere bei Begegnungen von Lastwägen und Bussen sowie im Bereich der teilweise engen Kurven kommt es dadurch immer wieder zu Verkehrsbehinderungen.

Auch technisch entspricht die Straße nicht mehr dem Stand der Zeit. So führte das unkontrolliert abfließende Regen- und Sickerwasser zuletzt zu immer größeren Fahrbahnschäden. Auch die Brücke über die Weiler Ach, über die die Straße verläuft, ist dringend sanierungsbedürftig. Der Landkreis Oberallgäu hat daher den Ausbau der Straße beschlossen.

Im Zuge der Bauarbeiten, die im vergangenen August begannen, wird der Straßenquerschnitt auf konstant mindestens sechs Meter verbreitert. Die engen Kurven sollen durch eine zusätzliche Aufweitung verkehrlich entschärft werden. Eine zeitgemäße Entwässerung soll künftigen Straßenschäden vorbeugen. Auch die Erneuerung der Brücke über die Weiler Ach ist Teil der Maßnahme. Die Fertigstellung ist für Oktober nächsten Jahres geplant. Insgesamt investiert der Landkreis knapp fünf Millionen Euro in das Projekt, das auch zu mehr Verkehrssicherheit auf der wichtigen Verbindungsstraße führen wird. Durch die Förderung in Höhe von knapp über 2,8 Millionen Euro – 2,375 Millionen Euro aus Mitteln des Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes und 432.000 Euro aus Mitteln des Bayerischen Finanzausgleichsgesetzes – übernimmt der Freistaat mehr als die Hälfte dieser Kosten.

In den letzten fünf Jahren hat der Freistaat Bayern den Landkreis Oberallgäu mit Zuwendungen in Höhe von rund 49 Millionen Euro bei Straßen- und Brückenbaumaßnahmen unterstützt. Insgesamt erhalten Landkreise, Städte und Gemeinden in Bayern vom Freistaat jährlich rund 250 Millionen Euro für Projekte zur Verbesserung ihrer Straßennetze. Dazu gehören neben der Verstärkung von Fahrbahnen und Brücken beispielsweise auch der Radwegebau, der verkehrssichere Umbau von Kreuzungen oder der Bau von Busspuren.