Die Bewerbung der Stadt Augsburg um die Aufnahme ihrer historischen Wasserwirtschaft in die Liste des UNESCO-Welterbes geht in den Endspurt. Bereits in diesem Sommer wird sich entscheiden, ob Augsburg den Titel erhält. Der offizielle Bewerbungstitel „Das Augsburger Wassermanagement-System“ beinhaltet viele spannende Inhalte zu Wasserbau und Wasserkraftnutzung, Trinkwasser und Brunnenkunst, welche im Rahmen von Besichtigungen und Führungen an den Augsburger Wassertagen von den Besucherinnen und Besuchern aktiv erlebt werden können.

rotes-tor_wasserturm_-Wasserwirtschaft-–-07 Freizeittipp | Augsburger Wasser von seiner schönsten Seite Augsburg Stadt Freizeit News Augsburg Wasser Augsburger Wassertage UNESCO-Welterbe | Presse Augsburg
Foto: Wolfgang Czech

Bereits am Sonntag, den 05. Mai, starten die von der Regio Augsburg Tourismus GmbH nun seit 2013 bereits zum siebten Mal organisierten „Augsburger Wassertage“: Termin ist jeweils der erste Sonntag der Monate Mai bis Oktober. Für Tourismusdirektor Götz Beck ist es wichtig, dass das Wassermanagementsystem nicht nur den Gästen der Stadt vorgestellt wird, sondern dass auch die Augsburgerinnen und Augsburger im Rahmen der Wassertage die Möglichkeit haben dieses einmalige System aus Wasserbau, Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst kennenzulernen.

Die „Augsburger Wassertage“ führen in die historischen Wasserwerke und Wasserkraftwerke, zu den Kanälen, zu den drei Monumentalbrunnen, zu Museen und Ausstellungen. Das Wasserwerk am Roten Tor, ein europaweit einzigartiges Wasserwerksensemble, ist dabei zentrales Denkmal bei den Führungen, Besichtigungen, Aktionen und Vorträgen der „Wassertage“. Im Rahmen der jährlichen Veranstaltungsreihe „Augsburger Wassertage“ können der von der Regio Augsburg Tourismus GmbH seit 2010 betreute Große und der Kleine Wasserturm dieses historischen Wasserwerks bei Führungen auch innen besichtigt werden. Die fortlaufenden Wasserturmführungen beginnen bereits um 10 Uhr und die letzten Besuchergruppen erhalten Ihren Einlass um 16 Uhr. Kurzvorträge mit wechselnden Themen und Autorenlesungen bereichern das diesjährige Programm. Was es mit der „Stadtsanierung, Bachaufdeckungen und der Sanierung der Turbinenhäuser“ auf sich hat, kann man am 5. Mai um 14 und um 15 Uhr beim Kurzvortrag in den Historischen Wassertürmen am Roten Tor erfahren. Darüber hinaus wird das Bewerbungsbüro UNESCO-Welterbe der Stadt Augsburg an jedem Wassertag mit einem Infostand im Historischen Wasserwerk am Roten Tor vertreten sein und auch das Handwerkermuseum, welches im benachbarten unteren Brunnenmeisterhaus untergebracht ist, freut sich über reges Besucherinteresse an den Wassertagen.

Die Stadtführung „Wasser in der Stadt – Augsburg auf dem Weg zum UNESCO Welterbe“ startet um 14.30 Uhr an der Tourist-Information Augsburg. Die Tour führt vom Augustusbrunnen, durch das Lechviertel bis zum Wasserwerk am Roten Tor, wo die Tour mit der Innenbesichtigung der Wassertürme endet.

Weitere Denkmäler der Wasserwirtschaft – wie etwa das imposante historische Wasserwerk der Stadtwerke Augsburg am Hochablass (12-17 Uhr, individuelle Besichtigung / 15 Uhr Führung) – werden ihre Pforten öffnen. Die Künstlerin Christine Hofmann-Brand wird im Wasserwerk am Hochablass Ihren Bilderzyklus „Wassertechnik und Prachtbrunnen“ sowie einige Exponate großformatiger Acryl-Malerei mit fotografischen Bildelementen zur Augsburger Wassertechnik ausstellen.

Der erste Wassertag im Mai wartet auch gleich mit zwei besonders eindrucksvollen Denkmälern der Wasserwirtschaft auf. Das imposante Wasserkraftwerk auf der Wolfzahnau und das Kraftwerk am Proviantbach können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Diese einmalige Gelegenheit sollten sich die Besucher und Besucherinnen keinesfalls entgehen lassen. Das oft auch als „Schloss und Tempel der Wasserkraft“ bezeichnete Technikdenkmal und seit 1901 stromgewinnende Wasserkraftwerk auf der Wolfzahnau (Führung um 11.00 Uhr) welches am Vereinigten Stadt- und Proviantbach gelegen ist und das Wasserkraftwerk Proviantbach (Führung um 12.00 Uhr) mit seinem Glockenschirmgenerator von 1922, haben nur im Rahmen des ersten Augsburger Wassertages Ihre Pforten für die Besucherinnen und Besucher geöffnet.

„Vom Wasserrad bis zur Turbine“ lautet die Führung (Beginn 11 Uhr) die mit der Besichtigung des St. Jakobs-Wasserturm startet und am kleinen Wasserwerk am Hanreibach endet. Das Klärwerk lädt mit seiner Klärwerksführung (Beginn 10 Uhr) zu einem spannenden Blick hinter die Kulissen ein und informiert über Abwasserreinigung nach neuesten technischen und biologischen Erkenntnissen bei einem Spaziergang über das weitläufige Gelände.

Der Landkreis Augsburg ist am Programm aller sechs „Augsburger Wassertage“ durch das Lechmuseum Bayern im Wasserkraftwerk der Lechwerke in Langweid (Tag der offenen Tür 10-18 Uhr) sowie durch das Klostermühlenmuseum in Thierhaupten (14-17 Uhr) beteiligt. Im Klostermühlenmusuem startet um 14 Uhr die Führung „Vier Mühlen und ein Wasserhaus“.

Sparkassenplanetarium mit besonderer Show

An allen sechs „Augsburger Wassertagen“ kann der Abend einen stimmungsvollen Ausklang finden. Das Sparkassenplanetarium Augsburg präsentiert jeweils um 19.30 Uhr eine Show mit Titel „Wasser – Stoff von den Sternen“ und stellt im Anschluss die audiovisuellen Sinfonie „Waterdome“ (ca. 15 Minuten), ein Projekt von lab 30 und MEHR MUSIK!, vor.

Die Programmbroschüre „Augsburger Wassertage 2019. Wasserwerke, Wasserkraft, Wasserkraftwerke – Welterbe?“ ist bei der Tourist-Information der Regio Augsburg Tourismus GmbH am Rathausplatz erhältlich. Im Internet findet man das Programm unter www.augsburg-tourismus.de/broschueren.html oder auf der UNESCO-Website der Stadt Augsburg