Fridays for Future | Klimaaktivisten demonstrieren in Augsburg mit Fahrradrunde

Knapp einen Kilometer: So lange zog sich die Kette aus friedlich protestierenden Fahrradfahrer*innen bei der Fridays-for-Future-Demonstration am 28. Juni 2020. Es war die erste öffentlich beworbene Demonstration nach der Corona-Pause.

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Foto: Christoph Bruder

 

„Wir fordern Klimagerechtigkeit, die Transformation zu einem klimaneutralen Deutschland“, erklärt Pressesprecherin Sarah Bauer (16) auf der Demonstration. Daher sei das von der Regierung eingebrachte Kohleeinstiegsgesetz, das am kommenden Freitag im Bundestag bestätigt werden soll, ein Schritt in eine völig falsche Richtung. „Dieses Gesetz macht es unmöglich, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen, und stellt die Interessen einzelner
Konzernchef*innen vor das Wohl ihrer Arbeiter*innen und der Anwohner*innen, deren Dörfer in neue Kohlegruben verwandelt werden sollen.“ Der Aktion ging eine sachlich fundierte Einschätzung zahlreicher Wissenschaftler*innen voraus [1]; der Gesetzentwurf bleibt selbst hinter den völlig ungenügenden Empfehlungen des „Kohlekompromisses“ zurück.

Zuspruch erhielt die bunte Mischung aus Schüler*innen, Studierenden, Berufstätigen und Rentner*innen auch von Anwohner*innen, die Fridays-for-Future-Flaggen auf ihrem Balkon schwenkten, und von einigen Autofahrer*innen, die wegen des Demonstrationszugs kurz aufgehalten wurden. Manche konnten den Zielen der Bewegung auch nichts abgewinnen und setzten einen günstigeren öffentlichen Personennahverkehr und bessere Fahrradwege mit einer fiktiven Deindustrialisierung Deutschlands gleich.

„Die Stimmung auf der Demo heute war super! Ich freue mich, dass ich nach der Pause endlich wieder laut werden konnte. Die Regierung versteht immer noch nicht, dass ich bei derzeitigem Regierungskurs keine Zukunft habe“, äußerte sich eine Teilnehmerin in einer offenen Feedback-Runde.