Fridays for Future ruft zu einem Schulstreik auf dem Augsburger Rathausplatz auf

Fridays for Future Augsburg besinnt sich auf seinen Ursprung zurück: Wir streiken
am 20.5. erneut die Schule fürs Klima! Der neue IPCC-Bericht macht diesen Schritt aus Sicht der FFF notwendig.2020 04 24 Fridays For Future 33 Von 58.Jpeg

Um den Klimakollaps zu verhindern, gehen Schüler*innen aus ganz Augsburg und Umgebung ab sofort wieder häufiger während der Schulzeit auf die Straße.

Am 20. Mai treffen sie sich um 11 Uhr auf dem Rathausplatz zum Streik für eine angemessene Klimapolitik und gegen unverhältnismäßige Drangsalierungen von Aktivisten durch die Polizei. Anschließend ziehen sie mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Durch die Coronapandemie waren viele Schüler über Jahre am Streiken gehindert. „Es war entweder aufgrund des Infektionsgeschehens unverantwortlich oder unangebracht, weil die Schule ohnehin nicht reibungslos verlief und wir nicht noch mehr Unruhe in dieses nur mühsam funktionierende System bringen wollten“, erklärt die Schülerin Janika Pondorf. Jetzt aber sei es wieder angemessen. Die Klimakrise habe sich in der Zwischenzeit nicht nur weiter verschärft, sondern sogar beschleunigt, so erklärt die 17-Jährige nach der Lektüre des neuen Berichtes des Weltklimarats: „Aktuell müssen wir mit klimabedingten Katastrophen wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren rechnen, die unser aller Leben in naher Zukunft existenziell bedrohen werden, wenn es jetzt nicht gelingt das Ruder herumzureißen.“

„Es ist also notwendig, ein weiteres Mal den Druck auf politische Entscheidungsträger*innen zu erhöhen. Dass das nicht mehr durch herkömmliche Demonstrationen möglich ist, hat der Protest der vergangenen drei Jahre gezeigt. Unseren Grundsätzen entsprechend ist es wichtig, dass wir dabei den legalen Rahmen nicht verlassen. Dennoch halten wir eine Form der Grenzüberschreitung für nötig, um genug Aufmerksamkeit für die dringliche Situation zu generieren und den politischen Diskurs erneut zu entfachen. Schulstreiks sind daher das effektivste Mittel, das unserer Bewegung zur Verfügung steht.

Klimagerechtigkeit ist ein Prozess, der von der breiten Masse getragen werden muss. Gleichzeitig muss aber beachtet werden, dass die notwendige sozioökologische Transformation in der geringen Zeit, die uns bis zur Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze bleibt, geschehen muss. Wir müssen nun von der Politik entschlossene und weitgreifende Maßnahmen einfordern, um dem schlimmsten Klimadesaster noch entgehen zu können.“, heißt es in einer Erklärung von FFF.

In dieser Verantwortung sieht sich Fridays for Future: Als Massenbewegung und
gleichzeitig als Sprachrohr der Wissenschaft.