Die Friedberger Zweite hat den Sieg beim Auswärtsspiel in Augsburg trotz einer zwischenzeitlich deutlichen Führung beinahe noch aus der Hand gegeben. Beim 30:29 (16:13) gegen die SG 1871 Gersthofen mussten die Handballer am Ende zittern.

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Zunächst sah alles nach einer eindeutigen Angelegenheit für den TSV aus. Der Gegner, neu formiert aus den beiden Teams von Augsburg 1871 und Gersthofen, hatte offensiv große Probleme gegen die Abwehr der Gäste. Nach vorne ging es anfangs mit hohem Tempo, besonders Jonathan Dorsch war dabei nur mit Fouls zu stoppen. Darum konnte sich der TSV früh absetzen.

Nach dem 14:7 in der 22. Minute kam es aber zum Bruch im Spiel der Friedberger. Plötzlich war die Sicherheit im Abschluss weg, technische Fehler kamen hinzu. Die SG bestrafte das konsequent und machte in den wenigen Minuten bis zur Pause fast genauso viele Treffer wie in den 22 zuvor. Nur noch mit einem 16:13 Vorsprung ging es für Friedberg in die Kabinen.

Nach dem Wiederbeginn war Gersthofen zunächst gut drin im Spiel. Die Friedberger trafen jetzt zu viele falsche Entscheidungen, das ermöglichte der SG gute Torchancen. Bis zum 19:17 musste sich Friedberg, das in dieser Phase kaum wiederzuerkennen war, mächtig strecken.

Dann aber besannen sich die Herzogstädter wieder auf ihre Stärken. Eine gute Viertelstunde lang agierte der TSV defensiv aggressiv und im Spiel nach vorne mit viel Tempo. Wieder war Dorsch der Spielmacher und Antreiber, auch der zwölffache Torschütze Valentin Schmid und der A – Jugendliche Misel Hrgic wussten zu überzeugen. Zehn Minuten vor Schluss schien beim Stand von 27:21 eine Vorentscheidung gefallen zu sein.

Friedberg gewann dieses Spiel tatsächlich, aber nur mit großer Mühe. In der Schlussphase agierten die Herzogstädter nämlich hektisch und unkonzentriert. Nach dem Gersthofer Anschluss zum 30:29 in der Schlussminute musste der TSV mächtig um den zweiten Saisonsieg bangen. Trotz einer späten roten Karte für Schmid gelang der zwischenzeitliche Sprung auf Rang eins in der Bezirksoberliga mit dem 30:29 (16:13) Sieg.

Trotzdem war Friedbergs-Trainerin Sandy Mair nicht zufrieden: „Eigentlich waren wir die klar bessere Mannschaft. Noch sind wir aber nicht konstant genug, um das Spiel dann auch deutlich zu gewinnen. So richtig freuen kann ich mich darum nicht über diesen Zittersieg. Nächste Woche gegen Göggingen dürfen wir uns solche Schwächephasen auf keinen Fall erlauben, sonst gibt es eine heftige Klatsche.“

Domenico Giannino