Friedberg hat das Derby in Aichach verloren. In einem lange abwechslungsreichen Spiel brachen die Handballer nach der Pause komplett ein und verloren mit 21:30 (13:14).ksc-handball-kissinger-damen-gewinnen-erstes-landesligaspiel-gegen-marktoberdorf Friedberg enttäuscht - Aichach entscheidet Landkreis-Derby für sich Aichach Friedberg Handball News TSV Aichach TSV Friedberg Handball | Presse Augsburg

Der Spielverlauf war dabei sehr enttäuschend für die Handballer: Je länger das Derby in der Bezirksoberliga andauerte, desto schwächer war die Friedberger Leistung. Was mit einer anderen Einstellung möglich gewesen wäre, zeigte die Anfangsphase: Der TSV war wacher und aggressiver als der Gegner und führte nach einer Viertelstunde bereits mit 7:4. Gegen die bis dahin sichere Abwehr und den guten Friedberger Keeper Häselhoff fand Aichach kaum Mittel.

Nach und nach verloren die Herzogstädter dann aber den Faden. Das Tempo ging verloren, jetzt agierten die Gäste zu statisch gegen die offensive Aichacher Abwehr. Bis zur Pause war das Derby jetzt umkämpft und ziemlich ausgeglichen, Friedberg führte nach 30 Minuten noch mit 14:13.

Doch nach Wiederbeginn war jeder Druck völlig verloren, Friedberg war jetzt viel zu passiv und spielte planlos nach vorne. Nach dem 15:16 in der 36. Minute schafften die Handballer so nur noch einen weiteren Treffer in der nächsten Viertelstunde. Aichach spielte dagegen zu Hause euphorisiert auf und machte nahezu mühelos Tor um Tor.

Von den Friedbergern kam nur noch in der Schlussphase etwas, nach dem 18:28 in der 57. Minute bäumten sich die Gäste zumindest jetzt noch ein wenig auf. Das war aber natürlich zu wenig, um die Derbyniederlage zu verhindern. Aichach gewinnt mit dem 30:21 (13:14) Heimsieg nicht nur zwei wertvolle Punkte, sondern auch eine Menge Prestige.

Friedbergs Trainerin Sandy Mair war enttäuscht: „So kann man sich nicht präsentieren. Wir haben ohne Tempo gespielt und uns dann in der zweiten Hälfte einfach kampflos ergeben. Kein Biss, keine Bereitschaft, in der Abwehr zu arbeiten, dann verliert man eben so ein Derby auch mal in dieser Höhe.“

Domenico Giannino