Die Stadt Friedberg erhält in diesem Jahr eine Förderung in Höhe von 240.000 Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Das konnten heute Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz und Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko gemeinsam bekannt geben.

Foto: Dominik Mesch

Die Zuschüsse werden für Sanierungsmaßnahmen an privaten Gebäuden in der historischen Altstadt Friedbergs zur Verfügung gestellt. Ferner möchte die Stadt eine Koordinierungsstelle einrichten, um die Altstadt als Wohn- und Einzelhandelsstandort weiter zu stärken. Die Koordinierungsstelle wird zentraler Bestandteil einer integrierten Strategie für eine vitale Altstadt sein.

Die Stadt Friedberg wurde im Jahr 1977 in die Städtebauförderung aufgenommen. Seit 2010 wird sie im Bund-Länder-Programm ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘ gefördert und hat seit Beginn der städtebaulichen Sanierung von Bund und Freistaat Zuschüsse in Höhe von rund 10,7 Millionen Euro erhalten.

Bund und Freistaat Bayern unterstützen im Programmjahr 2017 zehn schwäbische Kommunen mit rund 1,7 Millionen Euro Finanzhilfen aus dem Förderprogramm ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen in den Programmkommunen damit rund 2,9 Millionen Euro für Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung, insbesondere des Denkmalschutzes, zur Verfügung. Der Förderschwerpunkt liegt in Schwaben auf dem barrierefreien Umbau des öffentlichen Raums. Auch sollen erhaltenswerte Gebäude saniert und umgenutzt werden.

Ziel ist es, den öffentlichen Raum an die Erfordernisse des demografischen Wandels anzupassen und dabei den historischen Baubestand zu wahren. „Das ist eine besondere Herausforderung, die in den nächsten Jahren für die Städtebauförderung ein wesentlicher Schwerpunkt sein wird“, erklärte Tomaschko.

Bayernweit stehen 2017 rund 18,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘ bereit. Damit sollen denkmalgeschützte Altstadt- und Ortskerne gesichert, saniert und modernisiert werden. Zusammen mit den Investitionen der Kommunen ergibt sich ein Gesamtinvestitionsvolumen von 29,9 Millionen Euro. Von den 88 Programmkommunen liegen 75 im ländlichen Raum, 77 Prozent der Fördermittel fließen in diesen Bereich. Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz: „Mit fast einer Milliarde Euro stellen wir den Ländern in diesem Jahr so viel Mittel für die städtebauliche Förderung zur Verfügung wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gemeinsam mit den Ländern unterstützen wir damit die Städte und Gemeinden bei der Herausforderung, sich an die demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen städtebaulich anpassen zu können. Damit stärken wir auch die soziale Stadtentwicklung und das soziale Miteinander in unseren Quartieren.“

Parallel zur Städtebauförderung hat das Bundesbauministerium den neuen Investitionspakt ‚Soziale Integration im Quartier‘ mit 200 Millionen Euro ausgestattet. Dieses Geld soll vor allem in den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Stadtteilzentren und Bürgerhäusern investiert werden und damit auch ehrenamtlich Engagierte unterstützen. Zur Begleitung der Investitionen sollen vor Ort Integrationsmanager als Ansprechpartner für Vereine und Initiativen, aber auch für Neubürger und Einheimische bereit stehen.

Deutschlandweit unterstützt der Bund Länder und Kommunen im laufenden Jahr mit Bundesfinanzhilfen zur Förderung des Städtebaus auf Rekordniveau von 990 Millionen Euro. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.