Mit einer 26:34 (13:15) Niederlage ist die Friedberger Zweite aus Bobingen zurückgekehrt. Da für viele Spieler im Kader diese Begegnung bereits die zweite des Tages war, gingen den Handballern im zweiten Durchgang mehr und mehr die Kräfte aus.

Je früher es im Spiel war, desto stärker präsentierte sich der TSV jedoch. Die A – Jugendlichen, welche am Samstag den Großteil des Kaders ausmachten, hatten allerdings bereits am Nachmittag in der Jugendlandesliga um Punkte spielen müssen. Misel Hrgic spielte aber zunächst groß auf, mit schönen Einzelaktionen machte der Rückraumschütze gleich fünf Tore in den ersten zehn Minuten. Bis zum 8:6 hatten die Gäste klare Vorteile, dann stellte sich Bobingen aber besser auf ihre Angriffe ein.

Noch waren die Friedberger aber auf Augenhöhe, bis zum 13:13 eine Minute vor der Pause war die Begegnung ausgeglichen. Zwei Gegentore in den letzten Angriffen sorgten aber für einen 13:15 Rückstand zum Seitenwechsel.

Hrgic sah kurz nach Wiederbeginn seine zweite Zeitstrafe und nach 37 Minuten war es soweit: Der gefährlichste Friedberger Angreifer musste mit Rot vom Feld. Das schwächte die Gäste zusehends, denn vorne fehlte es jetzt zusehends an Durchschlagskraft. Zudem gingen der ersatzgeschwächten Mannschaft immer mehr die Kräfte aus. Bobingen zog so relativ ungefährdet auf 20:14 weg und ging mit einem 25:20 in die Schlussphase.

In den letzten Minuten hatten die Herzogstädter dann nichts mehr zuzusetzen. Bobingen feierte somit einen am Ende ungefährdeten 34:26 (15:13) Heimsieg. Die frühe rote Karte für den besten Angreifer und die Doppelbelastung für weite Teile der Friedberger Truppe verhinderten ein besseres Resultat.

Trainerin Sandy Mair machte ihrem Team aber keinen Vorwurf: „Als die Beine noch frisch waren, haben wir unsere Stärke gezeigt und waren vorne. Der zunehmende Kräfteverschleiß bei den Jugendlichen, die ja bereits ein Spiel absolviert hatten, hat uns dann die Punkte gekostet. Die Niederlage war in der Höhe etwas unverdient, aber mehr war heute einfach nicht drin.“

Domenico Giannino (gia)