Das erste von zwei Auswärtsspielen führt die Friedberger Handballer am Samstag nach Landshut. Ab 20 Uhr will der Bayernligist bei den abstiegsgefährdeten Niederbayern punkten.

Gleich fünf Teams müssen sich in der höchsten Spielklasse des Bundeslandes noch Sorgen machen um den Klassenerhalt. Während es fast sicher ist, dass es für die beiden Aufsteiger Eichenau und Würm – Mitte wieder direkt zurück in die Landesliga geht, sind die beiden anderen Plätze auf dem Schleudersitz ein Grund zur Sorge für fünf Mannschaften. Diese Gruppe von Rang acht bis zwölf liegt nur zwei Zähler auseinander, Landshut gehört dazu.

Die letzten Resultate für die Niederbayern folgten einem klaren Muster: Auswärts verloren sie jedes Spiel, auch gegen den abgeschlagenen Vorletzten aus Eichenau. Zu Hause hingegen ist Landshut seit Anfang November ungeschlagen, damals war der souveräne Tabellenführer Bad Neustadt zu Gast. In den sechs darauffolgenden Heimspielen gab es nur Siege für den Tabellenneunten, auch Bayreuth und Waldbüttelbrunn konnte er bezwingen. Friedberg muss sich also enorm anstrengen, um nicht ebenfalls der Landshuter Heimstärke zum Opfer zu fallen.

Die Herzogstädter sind aber personell nicht in Bestbesetzung. Aus dem letzten Spiel kehrten Alexander Schneider und Timo Riesenberger mit Blessuren zurück. Zudem hat sich Florian Wiesner unter der Woche im Training den Finger ausgekugelt, auch sein Einsatz ist fraglich.

Trainer Fadil Kqiku freut sich auf die Aufgabe: „Unser Gegner hatte lange Verletzungsprobleme, darum steht diese eigentlich so starke Mannschaft so weit unten drin. Aber die Landshuter haben in den letzten Wochen wieder in Bestbesetzung spielen können, darum sind ihre Ergebnisse auch besser geworden. Wir haben einige angeschlagene Spieler für den Samstag. Das macht die Aufgabe gegen die wurfstarken Landshuter nicht einfacher. Viel wird auf unsere Abwehr ankommen, da müssen wir unser höchstes Niveau erreichen.“

Die Friedberger Zweite hat am Samstag das nächste Derby vor der Brust. Ab 20 Uhr geht es in der Bezirksoberliga zu Hause gegen Aichach.

Nach der hohen Niederlage in Kissing wollen es die Handballer besser machen gegen den nächsten Nachbarverein. Aichach hat am vergangenen Wochenende mit dem Sieg gegen Schabmünchen eine gehörige Überraschung geschafft. Dennoch liegt der nächste Gegner im Klassement noch hinter dem TSV. Viele Verletzungsprobleme und ein insgesamt dünn besetzter Kader lassen Aichach als Neunter in die letzten drei Saisonspiele gehen.

Für Friedberg gab es am letzten Samstag eine herbe Klatsche beim Derby in Kissing. Damit hat der TSV nur noch einen Zähler Vorsprung auf Aichach. Im Hinspiel gab es für Friedberg einen klaren Sieg, darum wird dieses Derby sicher noch umkämpfter werden.

Personell bekommt die Mannschaft wieder Unterstützung von der Dritten. Davon ist unter anderem Kilian Winkler mit dabei. Die A – Jugend ist am Nachmittag bei ihrem letzten Saisonspiel in Schleißheim gefordert, sie wird es aber bis zum Anpfiff zurückschaffen. Trainerin Sandy Mair erwartet eine spannende Partie: „Aichach hatte lange Zeit Verletzungsprobleme, aber in den letzten Wochen trotzdem gute Resultate. Wir haben am Samstag wieder eine Doppelbelastung für die A – Jugend, die bereits ein Spiel in den Knochen haben wird, wenn es ins Derby geht. Darum sind wir sehr dankbar für die Unterstützung von der Dritten. Nach der Enttäuschung aus dem Derby gegen Kissing wollen wir es diesmal besser machen.“

Domenico Giannino (gia)