Friedman: Antisemitismus bei AfD „konzentriert“

Der jüdische Publizist Michel Friedman hat zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die AfD scharf kritisiert. „Es gibt auch Antisemiten unter den Wähler anderer Parteien, aber bei der AfD ist das konzentriert“, sagte Friedman am Montag in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Friedman bezeichnete es als beunruhigend, dass mit der AfD erstmals eine Partei im Bundestag vertreten sei, „die den Hass repräsentiert“ und deren Vorsitzender Alexander Gauland die Schoah als „Vogelschiss“ bezeichnet habe.

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Ebenfalls in der „Bild“-Sendung sagte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), es sei deutlich zu sehen, dass viele Äußerungen von Spitzenpolitikern der AfD dem Antisemitismus das Feld bereiteten. Er merkte an, dass der thüringische AfD-Politiker Björn Höcke das Denkmal für die ermordeten europäischen Juden in Berlin als „Mahnmal der Schande“ bezeichnet habe. „Das öffnet intellektuell den Boden für andere, die darauf weitermachen“, so Weil.