Lange Zeit führten die Gäste aus Rain mussten sich aber nach einer hektischen Schlussphase dem VfB Eichstätt mit 1:2 geschlagen geben. Die Oberbayern ziehen damit in das Viertelfinale des Totopokals ein, die Blumenstädter können sich nun voll auf die Liga konzentrieren.

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Arif Ekin und Laurin Bischofberger

Um Spielern mit wenig Einsätzen Spielpraxis zu geben, veränderte Rains Coach Martin Wenig seine Startformation im Vergleich zur 1:3-Niederlage bei der SpVgg Ansbach auf neun Positionen: Schmidt, Härtel, Bischofberger, Gutia, Ekin, Nsimba, Schröder, Ott und Högg spielten für Eutinger, Mayer, J. Müller, Maxhuni, Mirza, Benz, Gerlspeck die auf die Bank rutschten, S. Müller und Dewein waren nicht im Kader.

Nach Anpfiff von Schiedsrichter Kevin Rösch ging es gleich ohne Abtastphase richtig los. Nach vier Minuten krachte der Ball nach Kopfball von Luca Trslic ans Rainer Gebälk. Drei Minuten später verfehlte Eichstätts Malek Amdounie  das Tor nur knapp. Beide Teams spielten eher offensiv ausgerichtet und lieferten sich trotz schwülem Wetter einen gut anzusehenden Schlagabtausch. Pech hatte Kevin Gutia nach 12. Minuten, als sein Kopfball auf der Querlatte des Eichstätter Kastens landete. Laurin Bischofberger (14.) und Tim Härtel (19.) hatten mit ihren Fernschüssen kein Schussglück. Und wieder musste der Pfosten im Rainer Tor nach einem Lupfer von Julian Kügel (23.) herhalten. Beide Mannschaften nahmen sich nun etwas zurück. In der 35. Minute wurde der agile Kevin Nsimba im Strafraum gehalten und ging zu Boden. Den fälligen Strafstoß für die Gäste verwandelte Arif Ekin zum 1:0 sicher ins rechte Toreck. So blieb es bis zur Pause.

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Arif Ekin verwandelt den Strafstoß

Schon kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste vom Lech durch Kevin Gutias abgefälschten Schuss die erste Möglichkeit im zweiten Abschnitt, doch der Keeper der Eichstätter konnte parieren. Aus dem Gewühl heraus flog der Ball in der 54. Minute über Freund und Feind in  Richtung Tor der Gastgeber, doch buchstäblich im letzten Moment konnte Julian Kügel den Ball noch gerade so von der Linie kratzen. Der Druck der Oberbayern nahm mit zunehmender Spieldauer zu, die Weng-Elf hielt aber kämpferisch dagegen. Nach Ecke von der rechten Seite sprang Luca Trslic am höchsten und köpfte ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich. Das Spiel wurde unruhiger und verfahrener, ohne dass sich noch große Torchancen auftaten. Als alle schon mit einem anschließenden Elfmeterschießen rechneten, schlug Julian Kügel zu: Nach Ecke und einer Kopfballverlängerung fiel ihm der Ball vor die Füße und er hatte keine Probleme, eine Minute vor dem Abpfiff, zum 2:1-Siegtreffer für die Heimelf einzunetzten. Der TSV Rain verlor nach packenden Kampf etwas unglücklich und schied aus dem Pokal aus.

Am Samstag, 10.09., geht es in der Regionalliga weiter. Zu Gast im Georg-Weber-Stadion ist der SV Wacker Burghausen. Anpfiff der interessanten Partie gegen den Tabellendritten ist um 14:00 Uhr.

VfB Eichstätt: Rauh, Golla, Oehler (46. Lamprecht), Trslic, Graßl, Moratz, Haubner (10. Fiedler), Federl (72. Wolfsteiner), Kügel, Stoßberger, Amdouni (46. Erten) – Trainer: Mattes

TSV Rain: Schmidt, Triebel, Schuster (77. Maxhuni), Bischofberger, Nsimba (71. Mirza), Gutia, Ott, Ekin (76. Mayer), Schröder, Härtel, Högg (63. Gerstmayer) – Trainer: Weng
Schiedsrichter: Rösch (Laubendorf)

Tore: 0:1 Ekin (35. Foulelfmeter), 1:1 Trslic (74.), 2:1 Kügel (89.)

Zuschauer: 380