In Rosenheim hat die Bundespolizei in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere Migranten in Gewahrsam genommen. Die Gruppe bestand aus fünf Personen syrischer Herkunft, die keine nötigen Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt besaßen. Sie gaben an, von einem Schleuser mit einem Auto nach Deutschland gebracht worden zu sein. Die Kontrolle der Gruppe erfolgte am Bahnsteig, und die Personen äußerten ihren Wunsch, in Deutschland in Sicherheit zu leben und Arbeit zu finden, wobei München ihr nächstes Ziel war.
Vier der Männer waren zwischen 20 und 32 Jahre alt, während der fünfte ein 16-jähriger Junge war. Die Ermittlungen ergaben, dass die Syrer zuvor in Serbien und Griechenland registriert worden waren. Sie wurden zur Dienststelle gebracht, wo sie ihre Reise schilderten: Diese hatte von der Türkei unter anderem über Griechenland, Serbien, Ungarn und schließlich Österreich bis nach Rosenheim geführt. Für die Fahrt in den Pkw waren pro Person 9.500 Euro gefordert worden. Genaue Details zum Fahrer oder dem verwendeten Fahrzeug konnten die Syrer nicht angeben und ihre Beschreibungen gingen auseinander.
Gegen alle wurde ein Verfahren wegen versuchter illegaler Einreise eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie an eine zuständige Stelle weitergeleitet, die über ihre Asylanträge entscheidet. Die Bundespolizei in Rosenheim überwacht ein Gebiet, das mehrere Landkreise und die Stadt sowie den Landkreis Rosenheim umfasst. Dabei konzentrieren sich die Beamten besonders auf die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und das Verhindern illegaler Migration. Sie gewährleisten zudem die Sicherheit auf den Bahnstrecken und -stationen der Region.

