Fünf neue Zählstellen für den Radverkehr in Augsburg

Um den steigenden Ansprüchen an die Radverkehrsplanung gerecht zu werden, hat die Stadt Augsburg das Zählstellennetz erweitert. So können an vielen Fahrradhauptrouten, wie der neuen Fahrradstraße in Pfersee, detaillierte Analysen erstellt werden.

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In der Färberstraße wurde eine von fünf weiteren Radzählstellen für die Verkehrsplanung eingerichtet. Foto: Tiefbauamt/Stadt Augsburg

Wann und wo sind die Fahradfahrenden in der Stadt unterwegs? Die Stadt Augsburg das bisher aus drei Erhebungsstellen bestehende Zählstellennetz erweitert. Mit den jetzt insgesamt 8 Radzählstellen können räumlich und zeitlich differenzierte Aussagen über den Radverkehr getroffen werden. Die dabei entstehenden detaillierten Analysen helfen dann bei der Radverkehrsplanung.

Hier sind die neuen Zählstellen im Stadtgebiet:

  • Friedberger Straße auf Höhe der Afrabrücke
  • Haunstetter Straße auf Höhe des protest. Friedhofs
  • Friedrich-Ebert-Straße auf Höhe der Haltestelle Messe
  • Färberstraße/Gollwitzerstraße
  • Gögginger Straße südlich der Rosenaustraße

Auf dem Internet-Portal des Projektes Fahrradstadt unter www.augsburg.de/radverkehr sind die Zählungen einsehbar. Präsentiert werden die Summe der gezählten Radler vom Vortag sowie die Gesamtzahl der Radler seit Jahresbeginn. Die tägliche Aktualisierung erfolgt über Nacht.

Erste Radzählstation von 2016

Die erste Augsburger Radzählstation misst seit Ende 2016 die Radverkehrs-Frequenz in der Konrad-Adenauer-Allee als wichtige Hauptverkehrsachse in Nord-Süd-Richtung. 2017 wurden dort insgesamt 800.000 Radfahrende gezählt, 2018 waren es 920.000, 2019 rund 900.000. Die gemessene, hohe Radverkehrsbelastung ist unter anderem in die Entscheidung eingeflossen, die Konrad-Adenauer-Allee im Laufe des Jahres 2020 als Fahrradstraße auszuweisen.

Wettereinflüsse zeigen sich in den Zahlen

Die Daten der Zählstation an der Konrad-Adenauer-Allee und der Zählstationen in der Wagenhalsstraße (hinter der City-Galerie) und an der Ulrichsbrücke, die seit 2017 in Betrieb sind, zeigen auch: An warmen, trockenen Tagen sind deutlich mehr Radlerinnen und Radler unterwegs als an niederschlagsreichen, kälteren Tagen. Neben den Wettereinflüssen führt auch die Fertigstellung des Komfortstreifens in der Maximilianstraße 2019 als Alternativroute für die Konrad-Adenauer-Allee zu einem leichten Rückgang an der dortigen Zählstelle.

Die Maßnahme ist im Masterplan „Nachhaltige und emissionsfreie Mobilität“ für die Stadt Augsburg verankert. Sie wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Förderprogramms „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ gefördert. (pm/grr)