Fünf Tipps für eine gute Fußgesundheit

Unsere Füße tragen uns ein Leben lang von A nach B und sind dabei einer enormen Last ausgesetzt. Leider werden sie in puncto Pflege oft vernachlässigt, da ihnen erst dann Beachtung geschenkt wird, wenn etwas weh tut. Wie man die Füße optimal unterstützt und ihre Gesundheit aktiv fördert, steht hier.

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Symbolbild

Das passende Schuhwerk

Viele Menschen tragen Schuhe, die nicht der natürlichen Fußform entsprechen. Das kann nicht nur schlimme Langzeitauswirkungen haben, hinzu kommt, dass günstigere Modelle meist nicht atmungsfähig sind und so für ein schlechtes Fußklima sorgen. Deshalb sollte man beim Schuhkauf auf Qualität und auf die Anforderungen der eigenen Fußform achten. Das gilt besonders für Menschen mit sensiblen Füßen oder Fehlstellungen wie Hallux valgus, dem sogenannten Ballenzeh, der durch unpassendes Schuhwerk begünstigt werden kann.

Prinzipiell sind flache Schuhe mit Fußbett Modellen mit hohen Absätzen vorzuziehen. Für ein angenehmes Fußklima empfehlen sich während der Sommermonate auch offene Schuhen oder Sandalen. Spezielle Exemplare lenken den Blick sogar weg vom Hallux, sodass frau in modischer Hinsicht keine Kompromisse eingehen muss.

Regelmäßige Fußpflege

Füße sollten jeden Tag gewaschen und bei trockener Haut auch eincremt werden. Dafür gibt es spezielle Fußlotionen mit Ringelblumenextrakt und anderen natürlichen Zusatzstoffen. Auch gilt es, die Nägel regelmäßig zu kürzen. Dabei ist darauf zu achten, den Nagel nicht zu rund, sondern gerade zu schneiden, um Verletzungen der Nagelhaut und Entzündungen zu verhindern. Ältere Menschen, denen die Fußpflege schwerfällt, können medizinisches Fachpersonal aufsuchen. Und wer zu Fußpilz oder Warzen neigt, trägt in öffentlichen Bädern oder Saunen unbedingt Badeschlappen, die das Infektionsrisiko mindern.

Fußreflexzonen-Massage

Schon im 19. Jahrhundert erkannte die westliche Medizin die Vorteile von gezielten Fußmassagen. Solche Druckmassagen haben nicht nur eine positive Wirkung auf die Durchblutung der Füße, sondern auf den gesamten Organismus. Die sogenannte Zonentherapie basiert auf der Annahme, dass jedes Organ mit einem bestimmten Fußbereich verbunden ist. So können zum Beispiel Kopfschmerzen behandelt werden, indem man die mittleren Zehen massiert.

Fußbäder und Ruhephasen

Nach einem langen Tag auf den Beinen sind Fußbäder nicht nur die reinste Wohltat, sie können auch Bakterien vorbeugen und die Durchblutung anregen. Wer gleichzeitig unangenehme Gerüche bekämpfen will, fügt dem warmen Wasser etwas Natron hinzu. Olivenöl oder Arganöl spenden zudem Feuchtigkeit und verhindern, dass die Haut rissig wird. Danach sollte man die Füße am besten hochlegen. Dies hat einen äußerst entspannenden Effekt, fördert die Durchblutung und wirkt geschwollenen Füßen oder Wasseransammlungen entgegen.

Fußgymnastik und Bewegung

Jeder weiß, wie wichtig regelmäßige Bewegung ist. Davon profitiert nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist, und die gesamte Lebensqualität steigt. Auch unsere Füße brauchen regelmäßige Bewegung, um gesund zu bleiben. Für Menschen, die viele Stunden am Schreibtisch sitzen, gibt es bestimmte Fußübungen, die ganz diskret ausgeführt werden können. In den warmen Monaten des Jahres empfiehlt es sich außerdem, öfter mal barfuß zu gehen oder zu laufen. So wird die Fußmuskulatur trainiert, was wiederum die Wirbelsäule schützt. (pm)