Für Ausbau der B10 | Drei Blindgänger in Neu-Ulm entschärft

Im Zuge der Arbeiten zum Ausbau der Bundesstraße 10 fanden am Sonntag, 1. März, im Bereich zwischen Neu-Ulm und der Anschlussstelle Nersingen Sondierungsarbeiten statt. Bei den Sondierungsarbeiten wurde nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Elf Verdachtspunkte wurden durch das Sprengkommando des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Bayern am Morgen ab 7.30 Uhr geöffnet.

Sprengmeister Flakowski U Thienert Rotated
Die beiden Sprengmeister Roger Flakowski (rechts) und Torsten Thienert (links).

Acht Verdachtspunkte waren harmlos. Hier wurde lediglich Bauschutt aus den Kriegsjahren vorgefunden. An drei Stellen wurden jedoch Blindgänger gefunden: Drei jeweils 110 Kilogramm schwere US-amerikanische Splitterbomben. Alle drei Bomben hatten jeweils einen mechanischen Kopf- und Heckzünder und lagen zwischen 50 und 70 Zentimeter tief in der Erde.

Blindgänger 110 Kg Splitterbombe Us Rotated
Die entschärften Blindgänger

Nach Freilegung der Blindgänger musste zu deren Entschärfung die Bundesstraße 10 im Bereich zwischen der Kreuzung Otto-Hahn-Straße / Otto-Renner-Straße und der Anschlussstelle Burlafingen von 10 Uhr bis knapp 11 Uhr für den Verkehr voll gesperrt werden. Auch angrenzende Feldwege waren betroffen. Örtliche Umleitungen wurden eingerichtet. Die Evakuierung von Bürgern war aufgrund des abseits gelegenen Geländes entlang der Bundesstraße nicht nötig.

Für die Entschärfung der drei Blindgänger benötigten die Sprengmeister Roger Flakowski und Torsten Thienert rund 50 Minuten. Die Entschärfung erfolgte ohne Probleme.
Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Bayerischen Roten Kreuzes, des Sprengkommandos und der Stadt Neu-Ulm in Einsatz.