Für beide Teams geht es um viel | Der FC Augsburg erwartet Borussia Mönchengladbach

Wenn heute Abend der FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach aufeinandertreffen, steht für beide Teams einiges auf dem Spiel.

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Felix Uduokhai und der FC Augsburg wollen gegen Gladbach etwas holen
Foto: Klaus Rainer Krieger/Pool

Nach sieben Spielen ohne Bundesligasieg ist Borussia Mönchengladbach heute Abend (20:30 Uhr/DAZN) zu Gast in der Augsburger Arena. Was der Champions League-Teilnehmer zuletzt seinen Fans geboten hatte, war enttäuschend. Die Fohlen sind auf Rang 10 abgerutscht und liegen damit nur noch drei Ränge vor dem FC Augsburg. Eine weitere Niederlage heute und der bereits für den Sommer anstehende Abschied von Trainer Marco Rose (nach Dortmund) könnte vorzeitig vollzogen werden. Das aber die nötige Qualität für höhere Aufgaben im Kader der Elf vom Niederrhein steckt, hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Der Abstand auf die Europapokalränge ist vor dem heutigen 25.Spieltag noch nicht zu groß. Gelingt es Gladbach heute die Negativserie zu stoppen, dann ist der Anschluss fast wieder hergestellt.

Von diesen Tabellenregionen kann man in Augsburg nur träumen. Fünf Jahre nach den Europapokalnächten gegen Liverpool geht es für die Schwaben heute Abend darum, sich für das Erste aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Nach nur zwei Siegen bei sieben Niederlagen aus den letzten zehn Spielen mag man die Hoffnung an einen Erfolg gegen die Borussia aber kaum aussprechen. Die Leistungen der Herrlich-Truppe waren dafür in den letzten Wochen einfach nicht gut genug. Die Mannschaft präsentierte sich dafür in der Offensive zumeist zu ideen- und harmlos, in der Abwehr immer wieder zu nachlässig. Auch dem Coach ist dies bewusst, auf der Pressekonferenz vor dem Spiel mahnte er an, dass dies besser werden muss: „Wichtig ist, dass wir nicht so viele einfache Ballverluste haben. Daran haben wir gearbeitet und ich bin guter Dinge, dass wir es gegen Gladbach besser machen.“

Und doch kam Augsburg bisher bereits auf 26 Zähler, die ein elftes Jahr Bundesliga im Schwabenland als realistisches Ziel erscheinen lassen. Dennoch rumort es im Umfeld. Trotz aller Rückendeckung durch Manager Stefan Reuter kommt Trainer Heiko Herrlich nicht aus der Schusslinie. Ein Erfolg gegen seinen früheren Verein könnte ihm helfen für etwas Beruhigung zu sorgen. Es wäre der erst vierte Sieg im dreizehnten Heimspiel in dieser Saison.

 

Die voraussichtliche Aufstellung

Gikiewicz – Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Pedersen- Strobl, Gruezo – Hahn, Benes, Vargas – Niederlechner