Für den VfL Günzburg Handball geht es zu neuen alten Bekannten nach Pforzheim

Am kommenden Samstag um 20:00 treten die Herren I des VfL Günzburg beim ersten Auswärtsspiel der Runde gegen die SG Pforzheim-Eutingen an.

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Foto: VfL Günzburg / Handball

Die meisten aktiven Spieler und Fans dürften die SG Pforzheim-Eutingen noch bestens aus den A-Jugend Bundesligazeiten kennen. Ähnlich wie der VfL Günzburg, setzen die Pforzheimer alles auf eine herausragende Jugendarbeit als Grundlage für ein erfolgreiches Aktiventeam. Anders als der VfL, gehörten sie jedoch fast in jeder Saison der JBLH zum gehobenen Mittelfeld, teilweise sogar zur Spitze. Insbesondere den Gewinn der Südstaffel der A-Jugendbundesliga vor 10 Jahren und die Ausbildung von Nationalspieler Patrick Groetzki dürften die beiden Aushängeschilder der SG sein. Auch im Aktivenbereich geht der Gegner vom Samstag konsequent den eingeschlagenen Weg. Sage und schreibe 20 Spieler des 24-köpfigen Kaders stammen aus der eigenen Jugend und auch das Durchschnittsalter von 22,5 jahren lässt bei den Pforzheimern auf eine goldene Zukunft hoffen. Insbesondere besticht die SG durch eine agile Abwehr und einen schlagkräftigen Angriff, wobei beide von einer enorm hohen Laufbereitschaft geprägt sind. Als Ziel hat der sportliche Leiter Wolfgang Lipps einen sicheren Mittelfeldplatz angepeilt.

Auch hier unterscheidet sich der VfL von der SG. Der Überraschungscoup vom vergangenen Wochenende ändert nichts an der Tatsache, dass am Samstag lediglich die zweite Runde im Nichtabstiegskampf ansteht. Den Punkt haben die Spieler von Co-Trainer Sandro Jooß nicht aufgrund individueller Überlegenheit gewonnen, vielmehr nur aufgrund eines bedingungslosen Einsatzes eines jeden Spielers. Jooß ist sich dessen bewusst und warnt die Spieler um Luka Kaulitz vor einer schlechteren Einstellung, da „der VfL auch gegen Pforzheim nur eine Chance haben wird, wenn erneut alle Spieler auf und neben dem Feld mit 100% Überzeugung spielen werden.“ Die Einheiten vor dem Spiel konnte Jooß noch dazu nutzen, die neuen Spieler besser ins Spielsystem zu integrieren, weiter am starken Abwehrverbund zu arbeiten und das Angriffsspiel insgesamt weiter auszubauen. Am Wochenende dürften dies allenfalls nützliche Werkzeuge für eine realistischere Chance sein. Eine tatsächliche Chance ergibt sich auswärts für die Weinroten jedoch erst dann, wenn erneut jeder gewillt ist, über seinem Limit zu spielen und das tatsächlich auch abrufen kann. Die Gegner werden nach dem Spiel gegen Leutershausen den VfL ganz sicher nicht unterschätzen und brennen darauf, die ersten Heimpunkte in der dritten Liga seit der Saison 2015/2016 zu holen. Nun gilt es, dagegen zu halten.

Erfreulicherweise sind in der Pforzheimer Bertha-Benz-Sporthalle auch Auswärtszuschauer zugelassen. Der VfL wird jedenfalls im großen Bus unter Einhaltung der Coronaregeln nach Baden-Württemberg reisen und wird jede Unterstützung brauchen können.

Abfahrt des Fanbusses ist um 16:30 an der Rebayhalle.

Anmeldung und Informationen zu den Hygieneregeln bei Dieter Pohl: 0171 5853972