„Für dieses Jahr der letzte Streik“ – GDL-Chef Weselsky verteidigt erneuten Bahnstreik

Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat den erneuten Bahnstreik gegen Kritik verteidigt. Allerdings wird es der letzte Streik in diesem Jahr bleiben.Deutsche Bahn 494624 1920 Streik

Weselsky betonte bei „RTL Direkt“: „Ich möchte klarstellen, dass das der letzte Streik für dieses Jahr ist. Wir werden auch in der ersten Januarwoche nicht streiken.“ Nach dem 7. Januar ist jedoch mit längeren und intensiveren Arbeitsniederlegungen zu rechnen.

Bahnchef Martin Seiler kritisierte Weselsky dafür, dass er nicht auf die Hauptforderung der Gewerkschaft nach einer 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter eingegangen sei. Weselsky lehnt eine Rückkehr an den Verhandlungstisch ab und fordert stattdessen, den Verhandlungsführer der DB AG zu mehr Einsatz zu bewegen. Das dürfe jedoch nicht auf Kosten der Bahnreisenden geschehen.

Die GDL hat am Mittwoch zu einem 24-Stunden-Streik bei der Deutschen Bahn und privaten Bahnbetreibern aufgerufen. Der Streik wird von Donnerstagabend um 22 Uhr bis Freitag um 22 Uhr andauern. Herr Seiler, der Leiter der Personalabteilung bei der Bahn, nannte den Aufruf zum Streik „verantwortungslos und egoistisch“. Im November fielen aufgrund von Streiks der Gewerkschaft rund 80 Prozent aller Fernverkehrszüge aus. Am 24. November erklärte Weselsky, dass die Tarifverhandlungen gescheitert seien.