Für starke Leistung nicht belohnt – TSV Haunstetten verliert in Metzingen

Das Glück ist den Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten in dieser Saison wahrlich nicht hold: nach den vier knappen Niederlagen gegen das Spitzenquartett gab es für die Rot-Weißen nun beim TuS Metzingen II trotz überragender Vorstellung ein äußerst bitteres 27:29 (14:18) zu verdauen.

Sabrina Duschner | Archivfoto: Thomas Hiermayer

Wie erwartet traten die Gastgeber mit Verstärkung aus dem Bundesliga-Team an und die vier Spitzenkräfte verlangten der TSV-Defensive Schwerstarbeit ab. Haunstetten konnte von Beginn an dagegenhalten und so entwickelte sich eine Partie auf höchstem Drittliga-Niveau. Metzingen gelangen dank körperlicher Vorteile immer wieder „leichte“ Treffer, während sich Haunstetten seine Torerfolge hart erarbeiten musste. Kurz vor der Pause hatten die Rot-Weißen dann einen kleinen Durchhänger, und als Sarah Irmler auch noch mit dem Halbzeitpfiff mit einem Siebenmeter scheiterte, schien die individuelle Klasse den TuS auf die Siegesstraße zu bringen. Nach Wiederanpfiff schlug das Pendel auch zunächst zu Gunsten der Gastgeber,  die sich beim 21:16 (37.Minute) das erste größere Polster erarbeitet hatten. Aber die Rot-Weißen kamen dank ausgezeichneter Defensiv-Arbeit wieder zurück und als Lena Keßler mit einem Dreierpack den 22:23-Anschlußtreffer erzielte, stand die Auseinandersetzung endgültig wieder auf der Kippe. Metzingen fand jetzt kaum noch spielerische Mittel und setzte auf Gewaltaktionen ihrer Individualisten, was dann auch trotz heftiger Gegenwehr von den Augsburgern nicht endgültig unterbrochen werden konnte. Haunstetten hatte zudem einige undankbare Zeitstrafen zu verdauen und so reichten die Kräfte einfach nicht den verdienten Ausgleich zu erzwingen. Trainer Vornehm hielt die Enttäuschung in Grenzen: „Das war heute fast eine Partie auf Zweitliga-Niveau und wir haben es weitgehend sehr gut gemacht. Wenn wir jetzt noch die nötige Durchschlagskraft bei allen verbessern können, sind wir aud dem richtigen Weg.“

TSV: Frey, Schmidt; Horner (9), Irmler (7/1), Keßler (5), Duschner (4), Hänsel (2), Bohnet, Knöpfle (je 1), Niebert, Walter, Joerss, Henkel

hv