Im Dezember 2018 wurden in Augsburg an vier Kreuzungen versuchsweise sogenannte Trixi-Spiegel aufgehängt. Sie sollen LKW- und BusfahrerInnen beim Rechtsabbiegen in die Lage versetzen, ihre komplette rechte Fahrzeugseite kontrollieren zu können, um die Gefährdung von RadfahrerInnen bzw. FußgängerInnen zu vermeiden, die sich ggf. dort im toten Winkel aufhalten.

Der Name der Spiegel geht auf die Tochter Beatrix des Erfinders der Spiegel Ulrich Willburger zurück: sie wurde von einem rechtsabbiegenden LKW erfasst und schwer verletzt. Nachdem sich auch in Augsburg immer wieder beim Rechtsabbiegen schwere, z.T. tödliche Unfälle ereignet hatten, wollte die Stadt die Eignung solcher Spiegel testen. Aktuell meldet sich nun ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger zu diesem Thema zu Wort: „Wir haben leider auch in Augsburg schon mehrfach tödliche Unfälle beim Rechtsabbiegen von LKWs erleben müssen. Hier gilt es von Seiten der Stadt umgehend jegliche Maßnahme zu ergreifen, um bestehende Gefahrenbereiche – und sei es auch nur ein Stück weit – zu entschärfen.“

Laut Pettinger lägen aus vielen vergleichbaren Städten positive Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Untersuchungen vor, die den Nutzen der Spiegel belegten. Daher sei ein weiterer Feldversuch hier in Augsburg nicht nötig, vielmehr müsse man so schnell als möglich das gesamte Stadtgebiet flächendeckend an den relevanten Kreuzungen mit entsprechenden Spiegeln ausrüsten. „Die Kosten für die Spiegel und ihre Montage sind vergleichsweise niedrig und wenn wir damit auch nur ein Menschenleben retten sollten, hätte sich die Investition bereits rentiert“, so Pettinger. Um dieses Anliegen nun voran zu bringen, hat Pettinger einen entsprechenden Antrag bei Oberbürgermeister Dr. Gribl eingereicht. Begleitend zur Montage der Spiegel soll die Stadt durch eine breit angelegte Informationskampagne die LKW- und BusfahrerInnen aus der Region auf die Montage der Spiegel aufmerksam machen und für ihre Benutzung werben.