20.14 Uhr – der Eissportverein Füssen hat es geschafft. Drei Jahre und sieben Monate nach Neugründung ist der EVF wieder in der Oberliga angekommen, jener Spielklasse, in welcher der Vorgängerverein bis zu seinem Aus beheimatet war. Durch ein 7:4 (1:0, 1:0, 5:4) beim direkten Konkurrenten Miesbach konnte der zweite Platz hinter dem SC Riessersee errungen werden. Ab Freitag geht es jetzt noch um die Bayerische Meisterschaft, hier treffen die Füssener im Halbfinale auf den EHC Klostersee.TEVM-EVF-ZR2 Füssen ist zurück in der Oberliga - EVF siegt beim direkten Konkurrenten Miesbach mehr Eishockey News Ostallgäu Sport EV Füssen TEV Miesbach | Presse Augsburg

Schwarz-gelbe Faninvasion in Miesbach. Mindestens 400 Anhänger begleiteten ihre Mannschaft zum Endspiel um den Aufstiegsplatz nach Oberbayern. Sie sahen zunächst zwei eher defensiv agierene Teams und sehr wenige Torchancen im ersten Abschnitt. Vor allem der EVF konnte nicht viele Offensivszenen aufweisen, während der TEV durch seine Importspieler Kokoska und Slavicek Füssens Torhüter Benedikt Hötzinger zu zwei Glanzparaden zwang. Hatte man am Freitag gegen den SC Riessersee im ersten Abschnitt noch ein halbes Dutzend eigene Chancen vergeben und nach 20 Minuten 0:1 hinten gelegen, so lief es diesmal genau anders herum. 45 Sekunden vor Drittelende war Ron Newhook frei vor dem gegnerischen Tor und markierte mit der ersten nennenswerten Möglichkeit gleich das 0:1.

Das Mitteldrittel startete wesentlich munterer. Gleich in der ersten Minute wurden Hötzinger und sein Gegenüber Ewert zu Großtaten gezwungen. Danach gab es eine Strafzeit gegen die Gastgeber, die sie zwar überstanden, der EVF war aber immer noch im Angriffsmodus. Tyler Wood konnte bestens frei gespielt zum 0:2 einnetzen. Ein Überzahlspiel brachte Miesbach viele Torschüsse, die aber meistens knapp vorbei segelten. Als dann in der 31. Minute Christoph Gottwald völlig unnötig EVF-Stürmer Thomas Böck in die Bande beförderte, ging es für den TEV-Verteidiger zur verfrühten Dusche. Eine sehr harte, aber auch vertretbare Entscheidung. Das fünfminütige Überzahlspiel konnten die Ostallgäuer nicht nutzen, zweimal Dropmann, Nadeau, Vaitl und Newhook waren nahe dran am dritten Treffer, er fiel aber nicht. Doch auch Miesbach vergab im Anschluss ein Powerplay, erhöhte danach noch einmal den Einsatz. Die Folge waren zwei Strafzeiten in der 40. Minute, die zu unschönen Szenen führten. Als die Unparteiischen nach dem Drittel die Eisfläche Richtung Kabinen verließen, bemühten sich heimische Zuschauer auf unkonventionelle Art, den Unparteiischen Getränke zukommen zu lassen.