Füssen (Kreis Ostallgäu) | Gestern kurz nach 20 Uhr hatten Zugbegleiter ein Geräusch wahrgenommen, welches sie als Schussgeräusch gedeutet hatten. Zum selben Zeitpunkt zersplitterte eine Scheibe des Fahrzeugs, welches planmäßigen Aufenthalt im Füssener Kopfbahnhof hatte. Der Sachschaden an der Scheibe wird auf rund 3.000 Euro geschätzt.

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Nachdem die verständigten Polizeibeamten einen Schuss nicht ausschließen konnten, wurden der Bahnhofsbereich und umliegende Ortsstraßen gesperrt. Die Bewohner eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses in Bahnhofsnähe mussten dieses auf Anordnung der Polizei zur Gefahrenabwehr vorübergehend verlassen. Sollte tatsächlich ein Schuss die Ursache für die Beschädigung gewesen sein, hätte er nach Einschätzung der Beamten aus Richtung des Hauses kommen müssen.

Parallel dazu liefen die Ermittlungen der Polizeiinspektion Füssen zur Ursache und Herkunft der Beschädigung an der Scheibe. Dabei wurden sie von weiteren Beamten des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, der Polizeiinspektion Spezialeinheiten aus München und der Bundespolizei unterstützt. Hauptsächlich durch Vernehmungen erlangten die Füssener Beamten Hinweise auf einen 26-jährigen Bewohner des relevanten Hauses, der am Abend in seiner Wohnung im ersten Stock Schusstests mit einer neu erworbenen Druckluftpistole durchgeführt hatte. Die noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen werden sich nun darauf erstrecken, ob die Ursache zur Beschädigung an der Scheibe in diesen Schusstests lag.