Fugger und Welser Erlebnismuseum begrüßt 100.000. Besucherin

Das Fugger und Welser Erlebnismuseum begeistert auch fünf Jahre nach Eröffnung Einheimische wie Touristen gleichermaßen. Aktuell wurde die 100.000. Besucherin empfangen: Johanna Kratz aus Oyten bei Bremen freute sich zusammen mit ihren Eltern sehr über den überraschenden Empfang und ein ganz besonderes Geschenk.

100.000.-Besucher Fugger und Welser Erlebnismuseum begrüßt 100.000. Besucherin Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Augsburg Fugger- und Welser Erlebnismuseum | Presse Augsburg
Wiebke Schreier (Museumsleitung), Jörg Kratz, Ilka Esselmann-Kratz, Johanna Kratz, Katharina Dehner (stv. Museumsleitung), Götz Beck (Tourismusdirektor) | Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH

Johanna Kratz und ihre Eltern staunten nicht schlecht, als sie am Dienstagvormittag in das Foyer des Fugger und Welser Erlebnismuseums traten: Tourismusdirektor Götz Beck, Museumsleitung Wiebke Schreier sowie die stellvertretende Museumsleiterin Katharina Dehner hießen Johanna als 100.000. Besucherin herzlich willkommen. Neben einem farbenfrohen Blumenstrauß und freiem Museumseintritt bekam Familie Kratz ein ganz besonderes Geschenk überreicht: einen Gutschein für eine Reise in die ehemalige Bergbaustadt Schwaz in Tirol.

„Der sagenhafte Reichtum der Fugger beruhte vor allem auf dem Silber Tirols und dem Kupfer Oberungarns“, so Tourismusdirektor Götz Beck. „Mit der Gründung der Europäischen Fuggerstraße haben wir mit unseren Partnern in Bayern, Tirol, Südtirol und der heutigen Slowakei die Chance ergriffen, eine Kulturreiseroute entlang der Spuren der Fugger ins Leben zu rufen.“ Familie Kratz hat nun die Gelegenheit, das ehemalige Zentrum des Tiroler Silberbergbaus zu erkunden. Ein Besuch im Schaubergwerk vor Ort darf dabei natürlich nicht fehlen. „Mit ihren Krediten an die Landesherren von Tirol – zunächst Sigismund den Münzreichen, dann Maximilian I. – erreichten die Fugger, dass immer mehr Ladungen Silber und Kupfer an ihre Firma verpfändet wurden. Somit konnten sie eine marktbeherrschende Stellung im europäischen Metallhandel ausbauen“, wissen Wiebke Schreier und Katharina Dehner vom Museum. Silber und Kupfer waren der Bergsegen, mit dem die Augsburger Kaufmannsfamilie unermesslich reich wurde. Bereits seit Jahrhunderten erfolgte aber nicht nur kommerzieller Austausch innerhalb Europas: Die Verbreitung der Renaissance-Kunst und des Humanismus wäre ohne reisende Kaufleute und Gelehrte ebenso wenig denkbar gewesen.

Für Tourismusdirektor Götz Beck geht es bei der strategischen Ausrichtung des Fugger- und Welser Erlebnismuseums allerdings nicht nur um die Anzahl der Besucher, sondern vor allem darum,

die Bedeutung und den Einfluss der Fugger sowohl im In- wie auch im Ausland bekannt zu machen. Dazu wurden Netzwerke auf europäischer Ebene aus Wirtschaft, Kultur und Bildung aufgebaut, um Augsburg im Fugger-Kontext als Begegnungs- und Lernort zu positionieren.

PM