Fujitsu erhält hunderte Arbeitsplätze in der Region Augsburg

Der Computerhersteller Fujitsu wird bis September 2020 seinen traditionsreichen Standort in Augsburg-Haunstetten aufgeben. Für 350 der betroffenen 1450 Stellen wird es aber eine Zukunft an einem neuen Unternehmensstandort in der Region geben.

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Computerhersteller Fujitsu seiner großes Augsburger Werk in Haunstetten schließen wird. Im September 2020 soll am traditionsreichen ehemligen Siemens-Standort schluss sein. 1450 Stellen sind von der Schließung betroffen. Nach zähen Verhandlungen werden die Japaner künftig 350 Stellen an anderer Stelle im Großraum Augsburg erhalten. Die Fertigung selbst wird aber, wie ursprünglich geplant in Asien konzentriert werden. Wer seine Stelle also künftig am neuen Standort in der Region haben wird, ist noch nicht bekannt. Am 30. Juni sollen die Mitarbeiter über die konkreten Pläne der Unternehmensführung informiert werden, danach die Öffentlichkeit. An vielen der Mitarbeitern zeigen schon jetzt andere Unternehmen der Region Interesse.

Der Augsburger Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ulrich (CSU) zeigt sich über die bereits jetzt bekannten Punkte zufrieden: „Ich freue mich, dass am Standort Augsburg mehrere hundert Arbeitsplätze bei Fujitsu gerettet werden können. Das macht zwar die Werksschließung insgesamt nicht ungeschehen, vermag aber durch Sozialpläne für die ausscheidenden Mitarbeiter und Perspektiven in den Bereichen Forschung und Entwicklung den Arbeitsplatzverlust in Augsburg in Grenzen zu halten.

Ich bedanke mich insbesondere bei der Arbeit des Gesamtbetriebsrats von Fujitsu und den Kolleginnen und Kollegen um Peter Wagner am Standort Augsburg für ihren unermüdlichen Einsatz für die Arbeitsplätze. Ich glaube auch, dass unser Einsatz bis hinein in die Unternehmensführung von Fujitsu und der japanischen Regierung auch dazu geführt hat, dass der Standort Augsburg, wenngleich nicht in gleichem Umfang, nach wie vor eine Zukunft hat. Unser Ziel muss sein, dass möglichst viele Arbeitsplätze in Augsburg erhalten werden.“

Ende des Monats werden dann weitere Punkte des verhandelten Sozialplans veröffentlicht werden, über den sich neben den Arbeitnehmervertretern auch die Geschäftsführung von Fujitsu in Europa zufrieden zeigt.