Fulminanter Auswärtssieg | TSV Haunstetten Handball verlässt nach Erfolg in Ketsch die Abstiegsränge

Die Drittliga-Frauen des TSV Haunstetten haben das Gröbste erst einmal abgewendet: mit einem fulminanten 29:23 (17:10)-Auswärtssieg bei der TSG Ketsch II konnten die Rot-Weißen die Abstiegsränge verlassen und gleichzeitig Einiges an Selbstvertrauen für den Rest der Vorrunde tanken.

Sarah Irmler zeigte ein starke Leistung Archivfoto: Dominik Mesch

Das „Duell der Frustrierten“ wurde von Ketsch zur Chefsache erklärt und Zweitligatrainerin Kate Schneider auf die Bank beordert. Zusätzliche Verstärkung gab es mit vier Akteuren der „Ersten“, was dem TSV-Trainerteam Vornehm/Högl zur Änderung der Taktik veranlasste. „Wir hatten ursprünglich eine defensivere Abwehrvariante geplant, aber angesichts der vielen Hochkaräter im TSG-Kader konnten wir das nicht riskieren.“ Und mit dieser Entscheidung sollten sie auch Recht behalten, zumal die Gastgeber durchgängig Probleme bekamen ihr Spiel aufzuziehen. Lediglich in der Anfangsphase hatte Haunstetten seine liebe Not, als man im Angriff noch nicht den Durchbruch fand und die TSG mit 5:2 (10.Minute) ziehen lassen musste. Ab diesem Zeitpunkt drehten die Rot-Weißen so richtig auf, stabilisierten die Abwehr noch einen Tick mehr und fanden auch vornen die richtigen Lösungen. Die erstmalige Führung (7:6, 20.) sorgte für den Knackpunkt im Spiel, da bis zur Pause praktisch nur noch der TSV Präsenz zeigte. Das 17:10 wurde neun Minuten nach Wiederanpfiff sogar auf 22:13 ausgebaut und die ersten Hoffnungen auf den zweiten Saisonsieg nahmen auf Haunstetter Seite Formen an. „Das wollten wir uns heute nicht mehr nehmen lassen und alle haben das großartig durchgezogen,“ erklärte Spielmacherin Patricia Horner nach ihrer besten Saisonleistung. Derweil ist Cheftrainer Vornehm wieder einmal nicht gut zu sprechen auf den Spielplan, der erneut zwei Wochen Pause verordnet: „Da kommst Du einfach nicht in den Rhythmus, sowohl spielerisch als auch mental.“ Mit Bietigheim, Metzingen und Möglingen haben die Rot-Weißen anschließend vor Weihnachten noch drei knackige Aufgaben vor sich.

TSV: Frey, Schmidt; Irmler (9/4), Horner (7), Duschner (5), Henkel (3), Walter, Joerss (je 2), Keßler (1), Knöpfle, Hänsel