Die Commerzbank will bei den Gesprächen über eine Fusion mit der Deutschen Bank zeitnah Klarheit über die nächsten Schritte. Das machte Vorstandschef Martin Zielke Finanzkreisen zufolge am Sonntagabend in einer Telefonkonferenz mit dem Commerzbank-Aufsichtsrat deutlich, wie das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) berichtet. In zwei bis drei Wochen solle entschieden werden, ob beide Institute eine Due Diligence starten und sich gegenseitig in die Bücher schauen, sagte Zielke nach Angaben von mit den Gesprächen vertrauten Personen.

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Die Due Diligence könne dann weitere vier bis sechs Wochen dauern. Die Commerzbank wollte sich dazu nicht äußern. Anders als manche Manager der Deutschen Bank verspürt Zielke nach eigenem Bekunden keinen politischen Druck, über eine Großbankenfusion zu verhandeln.

Die Commerzbank sei von der Politik nicht zu den Gesprächen gedrängt worden, sagte Zielke Finanzkreisen zufolge in der Telefonkonferenz. Der Vorstand habe die Gespräche mit der Deutschen Bank aus freien Stücken aufgenommen und nicht auf politischen Druck hin. Der Bund ist an der Commerzbank nach der staatlichen Rettung des Instituts in der Finanzkrise noch mit gut 15 Prozent beteiligt. Die Commerzbank und die Deutsche Bank hatten am Sonntag angekündigt, Sondierungsgespräche über eine Fusion aufzunehmen.