Der FC Memmingen trägt am Dienstagabend sein vorerst letztes Spiel unter Flutlicht aus. Der Verein hofft aber, dass für seinen Nachwuchs nicht das Licht ausgeknipst wird, berichtet die Memminger Zeitung:

Die laufende Energiediskussion mit den rasant steigenden Kosten macht auch vor dem FC Memmingen (FCM) – wie auch vor allen anderen Sportvereinen – nicht halt. Das Bayernliga-Heimspiel am Dienstag ab 19.30 Uhr gegen den FC Ingolstadt II wird die letzte unter Flutlicht ausgetragene Begegnung in diesem Jahr sein.

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(C) Paul Meckes

Die restlichen Heimspiele werden nicht mehr abends, sondern an Samstagnachmittagen ausgetragen – das war aber ohnehin schon früher beabsichtigt. Die größere Sorge gilt nun dem Trainingsbetrieb. Denn in der dunklen Jahreszeit brauchen natürlich nahezu alle 18 FCM-Mannschaften (darunter 13 Jugendteams) beleuchtete Plätze. „Es wäre fatal, wenn beim Sport der Kinder und Jugendlichen nach den massiven Beschränkungen in zwei Corona-Jahren jetzt das Licht ausgeknipst wird“, sagt FCM-Jugendleiter Josef Huber; er verweist darauf, dass die Stadt Memmingen heuer die Flutlichter auf den Trainingsplätzen auf LED umgerüstet habe. Auch die altehrwürdigen Umkleideräume und Duschen an der Stadionhalle wurden laut Sportamt für 700.000 Euro umfassend saniert.

Überhaupt ist es für den FC Memmingen ein Vorteil, dass er im städtischen Stadion zuhause ist. Landvereine, die ihre Anlagen selbst unterhielten, hätten in der Energiekrise sicher größere Sorgen, ist man sich beim FCM sicher. Gestiegene Spritkosten für die Fahrten mehrmals in der Woche belasten nach Vereinsangaben aber Trainer, Betreuer und Eltern, die ihre Kinder von außerhalb nach Memmingen fahren. Auch die Zuschauer der Bayernliga-Heimspiele kommen nicht nur aus der Stadt, sondern ebenso aus dem Umland. „Da wird sicher der eine oder andere seinen Besuch überdenken“, mutmaßt FCM-Präsident Armin Buchmann und hofft dennoch weiter auf Fan-Unterstützung.

Der Verein selbst hat vor nicht allzu langer Zeit sein „ClubHaus“ (früher: Stadiongaststätte) umfassend saniert, unter anderem neue Fenster und energiesparende Beleuchtung eingebaut. Und das gerade in Eigenregie entstehende Multifunktionsgebäude „e-con ArenaPark“ soll ab Sommer 2023 mehr Energie erzeugen, als es selbst verbraucht.

ass