FV Illertissen reist zum heimlichen Tabellenführer SpVgg Bayreuth

Am Samstag (14.00) reist der FV Illertissen zum Tabellenzweiten und heimlichen Tabellenführer SpVgg Bayreuth, darf sich dabei getrost als Außenseiter fühlen. Die Altstadt führt derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Bayern München, ist punktgleich mit den Jungstars des deutschen Meisters, hat aber ein Spiel weniger.Fvi Illertissen Fv

Man braucht kein Prophet sein, um vorauszusehen, was auf die Illertisser wartet. Ein Gegner, der vor Selbstvertrauen strotzt und unglaubliche Qualität im Kader hat. Dazu gehört auch ein ehemaliger Illertisser, nämlich Alexander Nollenberger. Er war Anfang 2018 zu Bayern München gewechselt, hatte zuvor beim FVI in der Regionalliga in 22 Spielen 11 Tore erzielt. Schon in der U19 der Illertisser hatte er in 43 Spielen 32 Tore erzielt und war wohl da schon im Fokus höherklassiger Vereine. Bei Bayern München, auch bedingt durch Verletzungen, gelang ihm nicht der große Wurf, sodass er im Sommer vergangenes Jahr nach Bayreuth wechselte. Dort ist er mittlerweile ein Leistungsträger, hat in 13 Spielen 6 Tore und 5 Assists auf seinem Erfolgskonto. „Ich fühle mich pudelwohl, wir haben eine tolle Mannschaft, wollen den Sprung in die 3. Liga schaffen“, schwärmt er von seinem aktuellen Arbeitgeber. „Für mich persönlich läuft es bestens, doch das ist schon auch ein Verdienst des Trainers und der Mannschaft.“ Da hat der Ex-Illertisser recht, denn sein Team hat den zweitbesten Angriff(40 Tore) und die beste Abwehr(14 Gegentore)in 13 Spielen der Regionalliga Bayern. Damit nicht genug, denn vergangenen Dienstag landete man einen 6:2 Coup bei der zweiten Mannschaft des FC Augsburg, die sogar drei Bundesligaprofis aufgeboten hatte. Das war dann der 9. Sieg im 9. Auswärtsspiel der Bayreuther. Überraschenderweise kassierten sie ihre bis dato einzigen beiden Niederlagen im heimischen Stadion. Wacker Burghausen(3:2) und Aufsteiger FC Pipinsried(2:1) waren dort erfolgreich.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Illertisser? „Na ja, kann man so interpretieren“, schwächt Trainer Marco Konrad ab. „Die haben eine brutale Qualität, im Verein herrscht eine Aufbruchstimmung, alles ist professionell. Andererseits ist es einfach für uns, denn wir können nur gewinnen.“ Man fahre voller Freude und ohne Druck dorthin, so Konrad weiter. Man werde alles probieren, jeder müsse an sein Limit gehen und mit dem nötigen Quäntchen Glück könne man vielleicht etwas holen. Dafür steht fast der komplette Kader zur Verfügung, lediglich Marco Gölz fehlt mit einer Bänderverletzung und Sebastian Endler mit muskulären Problemen aus. Natsuhiko Watanabe und Jannis Görlich sind bereits wieder im Trainingsbetrieb, für einen Einsatz wird es aber zu früh sein