Die Unentschiedenserie des FV Illertissen ist beendet – allerdings auf bittere Weise: Beim 1. FC Nürnberg II unterlagen die Schwaben mit 0:2.
Viel Ballbesitz, wenig Gefahr
Die Partie begann vielversprechend für die Gäste: Der FV Illertissen dominierte in der ersten Halbzeit das Geschehen und ließ den Ball gefällig durch die eigenen Reihen laufen. Trotz des hohen Ballbesitzanteils gelang es der Mannschaft von Trainer Holger Bachthaler jedoch kaum, echte Torgefahr auszustrahlen.
„Wir hatten hohe Spielanteile, waren aber am Strafraum mit unserem Latein am Ende“, lautete die nüchterne Einschätzung. Auch die Gastgeber fanden in den ersten 45 Minuten kaum statt: Lediglich in der 40. Minute musste der FVI kurz zittern, als Torjäger Uche Obiogumu frei auf das Tor zulief, jedoch das Ziel verfehlte. Torhüter Felix Thiel blieb ansonsten beschäftigungslos.
Traumtor als Dosenöffner
Nach einer knappen Stunde kippte das Spiel. Nürnberg kam bis dahin zu keiner nennenswerten Torchance – bis Dustin Forkel einen „Treffer des Jahres“ erzielte. Ein hoch aufspringender Abpraller landete bei ihm, und Forkel versenkte den Ball mit einem spektakulären Fallrückzieher unter der Latte zur 1:0-Führung.
Der sehenswerte Treffer gab den Club-Talenten Auftrieb, während die Illertisser zwar weiter bemüht blieben, klare Gelegenheiten aber Mangelware blieben. Selbst einige Wechsel von Coach Bachthaler brachten wenig neuen Schwung. Eine der wenigen Möglichkeiten vergab Yannick Glessing, der eine Hereingabe von Marco Gölz in der 70. Minute nicht sauber verwerten konnte.
Spätes Gegentor besiegelt Niederlage
Illertissen hatte kurz darauf Glück, als erneut Forkel nur die Latte traf. Doch in der 79. Minute sorgte Nürnbergs Kapitän Fabian Menig nach einer Ecke per Kopf für die Entscheidung. Kurz vor Spielende sah Menig noch die Ampelkarte, was jedoch an der Niederlage des FVI nichts mehr änderte.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass der FV Illertissen zwar spielerisch überzeugte, aber im letzten Drittel zu harmlos agierte. Ein bitterer Nachmittag für die Schwaben, die verletzungsbedingt auf ihre drei bisherigen Kapitäne Max Zeller, Tobias Rühle und Nico Fundel verzichten mussten.


