Auf Schloss Elmau in Oberbayern hat am Sonntagmittag der mit Spannung erwartete G7-Gipfel begonnen. Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens der Staats- und Regierungschefs steht der Ukraine-Krieg.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der als Gastgeber fungiert, hofft für den Gipfel auf ein „Signal der Geschlossenheit“ zur Unterstützung der Ukraine. Auch die Folgen des Krieges wie hohe Energiepreise sowie eine drohende weltweite Hungersnot sollen besprochen werden. Scholz hatte im Vorfeld aber auch deutlich gemacht, dass globale Herausforderungen wie die Klimakrise oder die Pandemie ebenfalls wichtige Themen sein werden. „Die G7 wird klare Zeichen setzen für mehr Klimaschutz, mehr internationale Zusammenarbeit und mehr globale Solidarität“, so der Kanzler.

Für den Abschluss des Gipfels ist eine gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs geplant. Zuvor werden sie in verschiedenen Arbeitssitzungen zusammenkommen, um über die Agenda zu beraten. Für Sonntag sind zunächst drei Arbeitssitzungen geplant, für Montag ebenfalls drei und für Dienstag eine. Zudem wird es zahlreiche bilaterale Verhandlungen geben.

Biden erstmals als US-Präsident in Deutschland

Kurz vor Beginn des Gipfels waren bereits Scholz und US-Präsident Joe Biden zu einem bilateralen Gespräch zusammenkommen und hatten dabei Geschlossenheit signalisiert. Zu den G7 zählen neben Deutschland die Industrienationen Kanada, Frankreich, Italien, Japan und Großbritannien sowie die USA. Auch die Europäische Union ist traditionell bei den Spitzentreffen dabei. Als Gastländer sind auf Schloss Elmau Argentinien, Indien, Indonesien, Senegal und Südafrika vertreten.

Die Staats- und Regierungschefs dieser Länder reisten ebenfalls zum Gipfel, virtuell soll außerdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen. Am Rande des G7-Treffens werden zahlreiche Demonstrationen erwartet. Zur Sicherung des Gipfels hatte die Bundespolizei nach eigenen Angaben „alle Kräftereserven“ mobilisiert. Die Spitzenpolitiker werden von den Demos aber wohl nur wenig mitbekommen, da der Tagungsort weiträumig abgeschirmt ist.