G8 oder G9 ? IHK Schwaben fordert Ende des Akademisierungsdrucks

ihk-300x199 G8 oder G9 ? IHK Schwaben fordert Ende des Akademisierungsdrucks News Wirtschaft bayern G8 G9 Gymnasium | Presse AugsburgDie Debatte um die Regelschulzeit an bayerischen Gymnasien sollte so bald wie möglich mit einer klaren Regelung beendet werden. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen um  G8- und G9-Konzepte brauchen Schüler, Eltern, Schulen und auch Unternehmen Planungssicherheit.

Rund 13 Prozent aller schwäbischen Abiturienten starten eine duale Ausbildung in einem IHK-Beruf. Davon kommen sechs Prozent vom Gymnasium, im Jahr 2012 waren das 557 Absolventen. Die Abiturientenquote unter den Auszubildenden in Schwaben ist zwar gestiegen. Die relativ niedrige Quote belegt aber, dass in der gymnasialen Oberstufe die Berufsorientierung weiterhin kaum eine Rolle spielt. „Abiturienten müssen bei Ihrem Schulabschluss viel besser im Bilde darüber sein, welche ausgezeichneten Chancen sie mit einer dualen Ausbildung oder mit einem dualen Studium haben“, berichtet Oliver Heckemann, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Schwaben. Eine Karriere mit Lehre sei etwa auch durch eine Aufstiegsfortbildung möglich, die einer Qualifizierung auf Bachelor- und Masterniveau entspricht. „Ob G8 oder G9, die Berufsorientierung muss im Gymnasium gestärkt werden. Der Druck zum klassischen Hochschulstudium führt oft zu Studienabbrüchen. Der Weg über die duale Ausbildung und einem berufsbegleitenden Studium wäre für viele Absolventen die bessere Wahl“, erklärt Heckemann.  

Karriere mit Lehre
Die IHK Schwaben versucht über mehrere Kanäle verstärkt Abiturienten die Karrierewege mit Lehre aufzuzeigen. Dazu zählen Projektseminare, in denen Gymnasiasten Erfahrungen aus der realen Arbeitswelt sammeln sowie Schulpartnerschaften, die Gymnasien und Unternehmen zusammenbringen. Außerdem zeigen Berufsinformationsmessen wie die fitforJOB die ganze Bandbreite an Karrierechancen auf.

Quelle: IHK Schwaben