Bilder und Gedanken – Augsburg in Corona-Zeiten

Bilder und Gedanken von Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech

Beobachtungen in Corona-Zeiten. Großflächige Transparente als Wegweiser für Infizierte zum Beprobungszentrum. Einfahrt geschlossen. Bei Bedarf wird auf eine Hotline verwiesen.

Osterplärrer? Fällt aus. Schausteller mit ihren Buden kann man auf Parkplätzen der Supermärkte besuchen. „A bisserl was geht immer!“.

Baumärkte gewähren Handwerkern den Einkauf. In den Gärtnereien blüht und wächst es. Ausgewachsene Pflanzen warten in vollen Kisten auf ihre Abnehmer.

Der Benzinpreis im Keller, trotzdem leere Zapfsäulen. Dicke Sportwägen stehen in den Autohäusern und die Käufer fehlen.

Nichts geht mehr, oder besser gesagt, darf mehr gehen. Leer gefegte Parkdecks in Augsburgs Shopping Tempel City Galerie. Geisterhafte Stille in den Ladenstraßen. Nur Spatzen tschilpen irgendwo in Ecken und Winkeln der Dekoration. Einige Rolltreppen sind noch im Betrieb. Aufzüge seien für Behinderte und ansonsten solle man die Treppenhäuser benützen. Und überall Hinweise und Verhaltensregeln über Warum und Wieso, was man darf und nicht darf. Bistros und Läden ohne Licht und Personal. Ein Tischchen ist noch für Conny und Helmut um 12 Uhr reserviert. In den Schaufenstern hängt noch Winterware.

Auch wenn es hie und da private Zusammenkünfte gegeben hat, haben die Menschen den Aufruf #dahoimbleiben weitgehend ernst genommen. Augsburg immer noch im Dornröschenschlaf.