Mit einem Sieg über die Düsseldorfer EG hätten die Augsburger Panther die Chance auf die DEL-Playoffteilnahme wahren können, doch daraus wurde nichts. Nach einem erschreckend lustlosen Auftritt kassierte man eine verdiente Klatsche.

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Der AEV bekam keinen Zugriff, hier auf den Doppeltorschützen Flaake | Foto: Adrian Goldberg

„Heute war nicht jeder bereit alles zu geben“, so ein sichtlich enttäuschter Augsburg-Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Aus seinen Gefühlen hatte der schon lange in der Kritik stehende Übungsleiter auch in der Kabine keinen Hehl gemacht, wie er nach dem Spiel bestätigte. Mit einer ordentlichen Leistung hätte sein Team nicht nur die Chance auf die Playoffs erhalten, sondern auch den eigenen Chef etwas aus der Schusslinie nehmen können. Hätte, denn daraus wurde bekanntermaßen nichts.

Panther mit Horrorstart

Bereits nach 13 Sekunden traf Jerome Flaake für die Düsseldorfer EG. Der in dieser Situation oft gute AEV-Keeper Keller hatte in dieser Situation keine gute Figur abgegeben. Es war der Anfang vom Ende. Die DEG zeigte sich in der Folge deutlich williger, Augsburg diente gerade in der Defensive oft nur als „Begleitpersonal“, so auch in der 10. Spielminute als ausgerechnet der im Raum Augsburg aufgewachsene Flaake ungehindert einen Nachschuss verwerten durfte.

Was für ein lustloser Auftritt

Eine Antwort konnten, fast hatte man den Eindruck wollten, die Panther darauf nicht geben. Nachdem LeBlanc die Scheibe mutwillig im eigenen Drittel vertändelt hatte, wurde auch der zweite Durchgang mit einem Tor der Rheinländer eröffnet. Fischbuch durfte sich zum ersten Mal in die Torschützenliste eintragen lassen. In der Offensive gab es vom AEV trotz zahlreicher Schüsse wenig Sinnvolles zu sehen, weil zudem das Abwehrverhalten oft unterirdisch war nahm das Ganze seinen Lauf. Kurz vor dem Ende des Drittel legte Carey für die Rheinländer nach. Mäßig zu erwähnen, dass ein Scheibenverlust der Augsburger vorausgegangen war. Engagierte Gegenwehr in der eigenen Zone war auch hier nicht zu sehen.

DEG zeigt was Augsburg vermissen lässt

Nach vierzig Minuten wurde Keller von dem Spiel vor sich erlöst, der frühere Nationaltorhüter Kickert bekam nochmals Eiszeit. Zwei Minuten später musste aber auch er die Scheibe aus dem Netz fischen. Carey war im Powerplay zu freigestanden und hatte den Puck am Schlussmann vorbeigehämmert. Damit Stieler der beste Panther der Saison noch einen Geistesblitz hatte, konnte McClure zehn Minuten vor der Schlusssirene wenigstens die 0 von der Anzeige streichen lassen. Das man selbst jetzt nicht noch etwas Morgenluft auf eine weitere Resultatsverbesserung witterte ist bedenklich. Düsseldorf zeigte sich auch in der Folge deutlich einsatzfreudiger, spielwilliger und zielstrebiger. Der AEV zum Ende bereits im Ferienmodus agierte konnten Fischbuch und Olimb noch nachlegen.

Auch wenn selbst nach diesem 1:7 rechnerisch die Playoffteilnahme noch drin wäre, ist sie spätestens nach dieser desolaten Leistung abzuhaken. In den beiden letzten Saisonspielen in Düsseldorf (Freitag) und zuhause gegen Berlin muss die Mannschaft sich mit Anstand verabschieden, danach muss es im Schleifgraben einen Neuanfang geben.

AEV: Keller, Kickert –Lamb, Haase, Tölzer, Valentine, Rogl, Bergman, Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Eisenmenger, Clarke, Miller, Hafenrichter, Kristo, Abbott, McClure

Tore: 0:1 Flaake (Jensen/Barta) 1., 0:2 Flaake (Ebner/Ehl) 10., 0:3 Fischbuch (Olimb) 21., 0:4 Carey (Jensen) 39., 0:5 Carey (Cumiskey/Ehl) 42., 1:5 McClure (Stieler/Lamb) 51., 1:6 Fischbuch (Kammerer/Ebner) 57., 1:7 Olimb (Cumiskey/Ehl) 59.

Schiedsrichter: Schadewaldt, Schuckies |  Hofer, Römer  Strafzeiten: Augsburg 8  – Düsseldorf 6

Zuschauer: keine Zuschauer zugelassen