Nach der unnötigen Niederlage in Mainz wollte der FC Augsburg gegen Lieblingsgegner Bremen (8 Siege in 14 Duellen) wieder punkten. Das daraus nichts wurde, lag vor allem am FCA selbst.

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Beim Siegtor für die Bremer patzt FCA-Keeper Giefer | Foto: Sebastian Pfister

Es war ein Samstag, wie gemacht für einen schönen Fußballnachmittag. Über dem Stadion strahlte die Sonne und auf dem Platz standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die Lust hatten zu spielen. Es entwickelte sich so ein ordentliches Bundesligamatch. Über weite Strecken der ersten Halbzeit wollten aber die richtig großen Torchancen noch auf sich warten lassen, erst nach gut zwanzig Minuten sollte es zur Sache gehen, und wie. Den Anfang machte Augsburgs Andre Hahn, der sich im „Robben-Stil“ nach innen arbeitete und Bremens Schlussmann Pavlenka zu einer ersten Rettungstat zwang. Nur eine Minute später stand der Tscheche erneut im Mittelpunkt als er einen guten Gregoritsch-Freistoß wegfausten musste. Ein Treffer wollte dem FCA in dieser Phase nicht gelingen, effektiver zeigten sich da schon die Gäste vom Weserstrand.

Die bis dahin beste Gelegenheit konnte der ziemlich freistehende Bremer Torjäger Max Kruse nach einer mustergültigen Flanke von Kainz zur Gästeführung nützen (34.). Zweimal hatte der FC Augsburg die Gelegenheit gehabt diese Aktion zu beenden, doch weder Hahn noch Framberger konnten ihre Zweikämpfe für sich entscheiden. Doch damit nicht genug. Etwas mehr als eine Minute nach dem 0:1 musste Giefer den Ball erneut aus den Maschen holen. Maximilian Eggestein konnte ihn aus etwa 19 Metern unbedrängt in den Maschen versenken. Augsburg hatte bis dahin ein gutes Bundesligaspiel gezeigt, wie schon in Mainz schien man nur durch eigene Fehler einen möglichen Erfolg innerhalb weniger Augenblicke aus den Händen zu geben. Doch noch steckte der FCA nicht auf. „Es geht nur gemeinsam“ war auf einem Banner der Fans vor dem Spiel zu lesen gewesen und dies wollte das Team auch zeigen. Die Baum-Truppe wehrte sich. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verlängerte der kurz zuvor für Richter eingewechselte Caiuby auf Koo der den Ball zum Anschluss im Tor versenken konnte.

Der Treffer gab den Rot-grün-weißen offensichtlich Auftrieb. Kaum waren die Seiten gewechselt durfte erneut gejubelt werden, Hahn hatte eine Flanke von der Grundlinie auf den im Strafraum lauernden Max geschlagen, Augsburgs Topvorlagengeber konnte sich als Torschütze feiern lassen. Von nun an bestimmten die Hausherren über weite Strecken das Spiel, ließen ihre Gelegenheiten aber sträflich liegen. Es bleibt dabei, mit dem verletzten Finnbogason fehlt dem FCA sein Knipser. Auch in diesem Spiel wurde dies wieder einmal spürbar. Doch dies alleine war nicht der Grund, warum Augsburg, wie vor einer Woche, ohne Punkte dasteht. Fabian Giefer hatte einen Kullerball durch die Arme und anschließen durch die eigenen Beine rutschen lassen, Klassen sagte danke und traf zum 3:2 für den SV Werder. Was für eine bittere Pille für den Torhüter und den FC Augsburg, der es am Dienstag mit dem FC Bayern München zu tun bekommen wird.  Heute jedenfalls endete was mit Sonnenschein begann mit dunklen Wolken.

FC Augsburg: Giefer – Gouweleeuw , Khedira (79. Cordova) , Hinteregger – Framberger , Max – Koo (67. Moravek), Baier     – Hahn , Richter (42. Caiuby) – Gregoritsch

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie , Veljkovic , Moisander , Augustinsson – Bargfrede – M. Eggestein , Klaassen – Kruse (87. J. Eggestein)     , Kainz (82 Möhwald) – Pizarro (69. Harnik)

Tore: 0:1 Kruse 34., 0:2 M.Eggestein 36., 1:2 Koo 45 + 3, 2:2 Max 47. , 2:3 Klassen 75.,

Gelbe Karten: Baier, Hahn, |Harnik, Pavlenka

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Alle Bilder zum Spiel von Presse Augsburg-Fotograf Sebastian Pfister