Der deutsche Heizungsmarkt steht vor einem tief greifenden Umbruch. Die Wärmepumpe verdrängt hierzulande zunehmend die Gasheizung, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Heizungsbauer haben demnach im ersten Halbjahr dieses Jahres 25 Prozent mehr Wärmepumpen ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Damit steigt der Marktanteil der Wärmepumpe im Geschäft mit neuen Heizungen von 17 auf 21 Prozent. Eine Berechnung des Zeitung aus den Zahlen zeigt außerdem, dass der Absatz von Gasheizungen im zweiten Quartal 2022 um zehn Prozent eingebrochen ist. In den kommenden Monaten dürfte sich der Trend noch deutlich beschleunigen. Ab 2024 sollen in Deutschland keine reinen Gasheizungen mehr eingebaut werden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) machte bei einem Besuch beim Heizungsbauer Viessmann in dieser Woche klar: Das Heizen mit Erdgas hat hierzulande keine Zukunft. Heizungsbauer investieren deshalb Milliarden in neue Technologien. Doch sie kommen beim Wandel ihres Geschäfts kaum hinterher: Laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) gibt es bei keiner Produktgruppe so große Lieferschwierigkeiten wie bei der Wärmepumpe. Eine Erhebung des ZVSHK zeigt, dass 94 Prozent der Innungsbetriebe aktuell über Lieferprobleme vonseiten des Großhändlers oder Herstellers berichten. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren es lediglich 31 Prozent. Ein Sprecher sagte: „Die deutschen Hersteller bauen ihre Produktionsstrecken aus. Aber aktuell können sie nicht liefern.“

Foto: Gas-Heizung aus den 90ern, über dts Nachrichtenagentur

Gasheizung Verliert Marktanteile