Enthüllung-der-Gedenktafel_Foto-Annette-Zoepf Gedenktafel zur Erinnerung an die „Augsburger Bombennacht“ enthüllt Augsburg Stadt News Politik Augsburger Bombennacht Augsburger Dom Gedenktafel | Presse Augsburg
Bistumshistoriker Dr. Thomas Groll (links) und Dompfarrer Armin Zürn während der Enthüllung der Gedenktafel (Foto: Annette Zoepf/pba

Dieser Gedanke der Gemeinschaft sei auch für heute wichtig. Geschichte entwickle sich dann weiter, wenn Menschen zusammenhelfen, betonte der Dompfarrer. „Wenn sie einen Gemeinschaftsgedanken haben. Wenn sie eine Sehnsucht für Gerechtigkeit und Frieden haben und sich dafür einsetzen.“ Bei aller Bewunderung und Hochachtung für die vier Ministranten von damals, für Kaplan Aichele und Dommesner Seitz, sollten wir immer daran denken, dass jeder einzelne letztendlich doch ein kleiner sei, sosehr er auch bestaunt, bewundert und bedankt werden könne. Kein einzelner Mensch rette den Dom, kein einzelner die Kirche, keiner rette alles. Nur ein kleiner Baustein in der großen Heilsgeschichte zu sein, die Gott mit uns vorhabe, verhelfe zu einer großen Demut.

Die Inschrift an der Konradsäule lautet:

„Zur Erinnerung an die Bombennacht 25./26. Feb. 1944 und die Rettung des Domes durch Domkaplan Johann Aichele, die vier Jugendlichen Peter Praßler, Joseph Zill, Erwin Mayer, Ruppert Weißmann und weitere Helfer. 2019“

Zwei Vorträge zur Bombennacht

Zur Erinnerung an die Bombennacht vor 75 Jahren lädt der Verein für Augsburger Bistumsgeschichte am Mittwoch, 13. März, um 18.00 Uhr zu zwei Vorträgen in das Archiv des Bistums Augsburg ein: Dr. Markus Würmseher M.A. wird über die Zerstörung der Augsburger Kirchen sprechen, Dr. Walter Ansbacher über die Rettung des Doms.

Ebenfalls im Archiv des Bistums kann noch bis zum 25. März während dessen Öffnungszeiten eine Fotodokumentation über die „Augsburger Kirchen im Bombenkrieg“ besichtigt werden.