Gefährliche Szenen in Ingolstadt – Polizei kann größere Ausschreitungen noch verhindern

Schon vor Beginn des Zweitligaspiels FC Ingolstadt 04 gegen SSV Jahn Regensburg nahmen Polizeieinsatzkräfte im Stadtgebiet eine größere Zahl Fußballfans in Gewahrsam um gegenseitige Auseinandersetzungen zu verhindern.fci_fca_001 Gefährliche Szenen in Ingolstadt - Polizei kann größere Ausschreitungen noch verhindern Neuburg-Schrobenhausen News Sport Überregionale Schlagzeilen Ausschreitungen FC Ingolstadt FCI Ingolstadt SSV Jahn Regensburg | Presse Augsburg

Etwa 300 Regensburger Fans starteten am Sonntag, 20.08.2017 nach ihrer Ankunft gegen 11:00 Uhr am Hauptbahnhof Ingolstadt einen Fanmarsch in Richtung Stadion. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung auf Fanauseinandersetzungen trafen währenddessen zunächst zivile Einsatzkräfte im Stadtteil Kothau auf mehrere Ingolstädter Fangruppen. Deren Ziel war nach derzeitigem Erkenntnisstand offenbar, die Auseinandersetzung mit den Regensburger Fans zu suchen. Dies konnte noch vor einem unmittelbaren Kontakt der gegnerischen Fangruppen von zur Unterstützung hinzugezogenen Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterbunden werden. Dabei wurden mehrere Polizeibeamte von den Ingolstädter Fans, u. a. durch Flaschenwürfe, körperlich angegriffen. Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt.

46 Ingolstädter festgenommen

Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen wurden in dem Wohngebiet insgesamt 46 Personen, die der Ingolstädter Fanszene zuzurechnen sind, vorläufig festgenommen. Gegen diese werden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt Ermittlungsverfahren u. a. wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, jedoch nicht vor Spielende, wurden sie wieder von der Polizei entlassen.

Im Stadion beleidigte während des Spiels ein Fan einen Polizeibeamten. Ein weiterer widersetzte sich polizeilichen Maßnahmen und leistete Widerstand. Gegen die beiden Regensburger Fans wurden ebenfalls Strafermittlungsverfahren eingeleitet.