Gefährliche Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Vergewaltigung mit Waffen | Haftstrafe für Familientyrann

Die Jugendkammer des Landgerichts Augsburg hat einen fast 35jährigen Familienvater nach vier Verhandlungstagen u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Vergewaltigung mit Waffen zu 5 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

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Symbolbild

 Der gravierendste Tatvorwurf betraf die Vergewaltigung seiner Ehefrau unter Einsatz von Handschellen und unter Vorhalt eines Küchenmessers mit 20cm langer Klinge. Der Angeklagte beging die Tat nach den Feststellungen der Kammer deshalb, weil er nicht akzeptieren wollte, dass sich die Frau von ihm trennen wollte.

Schon zuvor war es häufiger zu Handgreiflichkeiten des polisch-stämmigen Deutschen gekommen. Auch die Kinder wurden zum Teil schwer misshandelt. So schlug er in einem der abgeurteilten Fälle solange mit einem Bambusstock auf Rücken und Hinterteil seines über einen Stuhl drapierten zur Tatzeit etwa 11jährigen Stiefsohn ein, bis der Stock zerbrach. Auch gegenüber dem weiteren, gemeinsamen Sohn, damals noch im Kindergartenalter, war es zu Schlägen mit Gegenständen gekommen, bevor die Familie von Krefeld in den südlichen Landkreis Augsburg zog.

Der Angeklagte zeigte sich im Verfahren in vollem Umfang geständig. Die Kammer würdigte dies als erheblich strafmildernd, weil den Kindern durch das umfassende Geständnis erneute Aussagen erspart wurden.

Das Urteil ist rechtskräftig