Gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen im `‚im Namen der Ehre‘ – HEROES-Projekt wird unter anderem in Augsburg weitergefördert

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann hat heute grünes Licht für die weitere Förderung der HEROES-Projekte in Augsburg, Nürnberg und Schweinfurt gegeben. Das Integrationsprojekt HEROES macht sich nach Herrmanns Worten gegen eine Unterdrückung von Frauen und Mädchen ‚im Namen der Ehre‘ stark, die bisweilen sogar in Gewalt mündet.

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Foto: Wolfgang Czech

Junge Männer mit Migrationshintergrund setzen sich laut Integrationsminister im Rahmen des Erfolgsprojekts gezielt mit ihren Geschlechterrollen, Ehrvorstellungen, Gleichberechtigung und Menschenrechten auseinander. „Wir wollen Frauen und Mädchen vor einer patriarchalischen Ehrenkultur schützen. HEROES leistet hier großartige Arbeit“, lobte Herrmann. Neben den drei bewährten HEROES Projekten werden 2020 zusätzlich auch zwei neue Projekte gefördert: Das Projekt ‚W3 –Wissen, Werte, Wir‘ in Rosenheim und das Regensburger Projekt ‚habadEHRE‘. „Überkommene Rollenbilder, die in manchen Migrantenmilieus von Generation zu Generation weitergegeben werden, haben in unserer Gesellschaft keinen Platz“, machte Herrmann deutlich.

In Bayern wurde das HEROES-Projekt bereits heuer an den Standorten Augsburg, Nürnberg und Schweinfurt gefördert. Mit großem Erfolg: Im Jahr 2019 wurden über 180 Workshops durchgeführt und dabei mehr als 4000 Teilnehmer erreicht. In regelmäßigen Trainings lernen die Projektteilnehmer laut Herrmann dabei auch, andere Jugendliche dazu zu bewegen, mit ihnen über Ehre zu diskutieren und gegen Unterdrückung ‚im Namen der Ehre‘ Position zu beziehen. „Die ‚jungen Helden’ können damit zu wichtigen Vorbildern und Lotsen der Wertevermittlung werden“, so der Minister. Die beiden neuen Projekte in Regensburg und Rosenheim beziehen in einem erweiterten Ansatz zusätzlich auch junge Frauen ein. Mit einer klaren Botschaft an die weiblichen Teilnehmer, wie Herrmann unterstrich: „In unserem Land hat jede Frau und jedes Mädchen ein Recht auf Gleichbehandlung, Achtung und Respekt.“

Für die fünf Projekte wird der Freistaat im kommenden Jahr eine Fördersumme von circa 600.000 Euro zur Verfügung stellen.