„Seid ihr alle daaa?“ Auch ohne eines Auftritts des Kaschperles kamen viele kleine und große Fans der Augsburger Puppenkiste am Sonntag ins Kino. Die Premierenvorstellung des Klassikers „Geister der Weihnacht“ füllte zwei Säale.

Bereits ab 11 Uhr standen viele neugierige Kinobesucher vor der Tür des neueröffneten Cinestar-Kinos am Augsburger Hauptbahnhof. Die Adaption der Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens kam im neuen Gewand auf die große Leinwand. Die Puppen wurden mit viel Liebe zum Detail erschaffen. Auch die verschiedenen Szenenbilder ließen einen in das London des 19. Jahrhunderts eintauchen. Durch die vielen Feinheiten verzauberte das Ensemble der Puppenkiste und deren künstlerischen Partner erneut Jung und Alt.

Wer kennt ihn nicht den alten mürrischen Ebenezer Scrooge (gesprochen von Thomas Rauscher). Der mit einem Herz aus Stein sein Umfeld immer wieder drangsaliert. Eines Abends erscheint dem Griesgram sein vor Jahren verstorbene Geschäftspartner Jacob Marley (Stimme von Martin Gruber) und warnt ihn. Sollte er weiterhin Weihnachten und vor allem die (Nächsten-)liebe aus seinem Herzen verbannen, werde es ihm schlecht ergehen.

Scrooge soll nochmals eine Chance bekommen sein Leben und damit sein und das Schicksal vieler Londoner zu verändern. In der kommenden Nacht werden ihn drei Geister der Weihnacht besuchen. Der Geist der vergangenen Weihnacht (Martina Gedeck), der Gegenwart (Gerd Meyer) und der Geist der zukünftigen Weihnachtsfeste. Nach und nach zeigen ihm die Geister, wie es dazu kam, dass der alte Scrooge so verbittert wurde, aber auch wie viele schöne Momente er mit seiner Familie und Freunde verbrachte. Und tatsächlich öffnet der alte Muffel wieder sein Herz für die Liebe.