Am 27.01.2022 gegen 03:00 Uhr kam es zur Sprengung eines Geldautomaten in Langenbruck nahe Ingolstadt. Die sehr umfangreichen Ermittlungen der Bayerischen Polizei führten zu einer slowakischen Bande, die im Verdacht steht, weitere Automatensprengungen in Niederbayern und Mittelfranken begangen zu haben.

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Foto: Polizei

Darüber hinaus wird die Tätergruppierung verdächtigt, für schadensträchtige, schwere Bandendiebstähle von Baumaschinen im gesamten Bundesgebiet verantwortlich sein.

Am 26.04.22 gegen 14:00 Uhr erfolgte eine erneute Einreise der Tätergruppe über die BAB A 17 Prag – Dresden. Die Täter spähten unmittelbar nach Ihrer Einreise diverse Geldinstitute aus, insbesondere auch eine Bank in Gröbers (Sachsen-Anhalt). Um eine weitere Sprengung zu verhindern, wurden die Täter noch vor der vermutlichen Tat durch ein Spezialeinsatzkommando der Thüringer Polizei in Ilmenau festgenommen.

Die Kriminalbeamten in Bayern gehen davon aus, dass die äußerst professionell agierenden Täter ihre Ausrüstung für die offensichtlich bevorstehende Sprengung vorab an einer abgelegenen Stelle deponiert haben, um zunächst mögliche Tatobjekte auszukundschaften.

Dabei könnte es sich insbesondere um sogenannte „Gaskombis“ (zwei zusammengeklebte, kleine Gasflaschen mit Acetylen und Sauerstoff sowie langen Schläuchen), aber auch um typische Utensilien zur Begehung derartiger Straftaten wie beispielsweise Sturmhaben, Stirnlampen oder Waffen handeln.

In diesem Zusammenhang könnte auch der durch die Täter benutzte Pkw, ein schwarzer Skoda Superb mit slowakischem Kennzeichen, aufgefallen sein. Dieser wurde im relevanten Zeitraum im Großraum Dresden, Leipzig und Halle bewegt.

Die Ermittler bitten eventuelle Zeugen, denen die beschriebene Ausrüstung oder das Fahrzeug aufgefallen sind, sich mit der Einsatzzentrale der Polizei Oberbayern Nord unter der Telefonnummer 0841-93430 in Verbindung zu setzen.