Generalprobe ging daneben – FC Augsburg offenbart gegen Bologna noch einige Schwachstellen

Die Generalprobe gegen den FC Bologna offenbarte noch einige Schwachstellen beim FC Augsburg. Eine Woche vor dem DFB-Pokalspiel in Verl kassierte der FCA vor über 12.000 Zuschauern eine 2:3-Niederlage in der eigenen Arena.

Foto: Wolfgang Czech

Über 12.000 Zuschauer waren an diesem ersten Augustsamstag in die Augsburger Arena gekommen. Der FC Augsburg empfing zur Generalprobe vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal beim SC Verl den italienischen Erstligisten FC Bologna. Trainer Martin Schmidt musste dabei mit Gouwelleuw, Max, Iago, Vargas und Finnbogason auf gleich fünf Startelfkandidaten verzichten, auch der erst gestern fest verpflichtete Oxford stand noch nicht zu Verfügung. Unter anderem Neuzugang Mads Pedersen (Linksverteidiger) und Rückkehrer Tim Rieder (Innenverteidigung) standen deshalb zu Beginn auf dem Rasen.

Der FCA kam auch mit dieser Formation gut in die Partie, und musste doch einen frühen Rückstand hinnehmen. Wieder einmal war ein Torwartfehler maßgeblich für das Gegentor verantwortlich. Luthe hatte eine harmlose Rückgabe von Suchy abprallen lassen, Destro musste den Ball nur ins Tor einschieben (6.). Mannschaft und Fans versuchten den Schlussmann wieder aufzubauen, doch selbst gute Paraden im weiteren Spielverlauf täuschen nicht über den Augsburger Bedarf auf dieser Position hinweg. Ein neuer Torhüter steht weiter oben auf der Einkaufsliste von Manager Stefan Reuter.

Sein Team tat sich in den Folegeminuten schwer und benötigte einige Zeit um wieder zu mehr Spielanteilen zu kommen. Mit mehr Ballbesitz kamen die Chancen, und der Ausgleich. Larangeira leistete sich im Strafraum ein Handspiel, Gregoritsch verwandelte zielsicher aus elf Metern zum 1:1 (25.).

-> Galerie zum FCA-Familientag 2019

Direkt nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste durch Orsolini zu einer Doppelchance, die Luthe stark parierte. Wenig später zeigte der FCA, dass seine Probleme in dieser Saison wohl eher nicht in der Offensive liegen. Nach einer guten Aktion landete der Ball bei Richter, der überlegen zur Führung einschieben konnte (50.). Der U21-Nationalspieler zeigte nun reichlich Spielwitz und hatte bis zu seiner Auswechslung (63.) noch eine weitere Gelegenheit. Bolognas Keeper Skorupski klärte den Schuss und auch bei dem Kopfballversuch von Suchy nach der folgenden Ecke wehrte er gekonnt ab.

Während Augsburg sich vor dem Tor der Gegner durchaus gefällig zeigte, offenbarte der FCA vor dem eigenen Tor noch große Defizite. Svanberg stand vor dem 2:2 völlig alleine am Elfmeterpunkt, zehn Minuten später konnte man eine Ecke nicht verteidigen. Santander, wie Savanberg eingewechselt, schupfte den Ball zum von den rund 50 mitgereisten Italienern bejubelten 2:3 über die Linie.

Vor dem Pokalspiel am kommenden Samstag steht noch einige Arbeit vor Schmidt und seiner Mannschaft, und wohl auch vor Manager Stefan Reuter. Auf seiner Einkaufsliste steht noch eine Position.

Alle Fotos: Wolfgang Czech