Gericht spricht vorläufiges Berufsverbot gegen Wemdinger „Impfarzt“ – Praxis bleibt geschlossen

In der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Nürnberg ein vorläufiges Berufsverbot gegen den wegen vermeintlichen Scheinimpfungen in den Fokus von Ermittlungen geratenen Wemdinger Hausarzt ausgesprochen.Impfen Impfung

Anfang Oktober wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen Wemdinger Hausarzt öffentlich (wir berichteten). Der 72-jährige soll eine dreistellige Zahl seiner Patienten getäuscht und statt einer Corona-Impfung nur ein Placebo verabreicht haben. Antikörper konnten bei diesen Patienten nicht nachgewiesen werden, die gewünschte Immunisierung hatte wohl nie stattgefunden. Zudem wird dem Mediziner vorgeworfen, falsche Impfbescheinigungen an Menschen ausgestellt zu haben, die sich nicht impfen lassen wollten. Alle Fälle soll er aber bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern abgerechnet haben.

Die Kripo Dillingen ermittelt nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung wegen der nicht durchgeführten Impfungen, Betrug und der Sachbeschädigung durch vorsätzliche Vernichtung von Impfstoff gegen den Arzt. Währenddessen wurde die Praxis durch das Landratsamt Donau-Ries bis auf Weiteres geschlossen, zudem hatte das Amtsgericht Nürnberg am 18. November ein vorläufiges Berufsverbot gegen den Wemdinger Hausarzt ausgesprochen.